Verlängerung des Lockdowns

Nach Corona-Gipfel: Bewegungsradius für Hotspots beschlossen

11. Januar 2021 - 9:32 Uhr

Bundesländer: Einigkeit über Lockdown-Verlängerung im Januar

Die Ministerpräsidenten und Angela Merkel haben sich nun auf einen Bewegungsradius in Hotspots geeinigt. Ab einem Inzidenzwert von 200 soll dieser auf 15 Kilometer beschränkt werden. Darüber war zuvor debattiert worden. Zwischen Bund und Ländern herrschte zudem weitgehend Einigkeit über eine Fortsetzung des Lockdowns mindestens bis Ende Januar. Angela Merkel und die Ministerpräsidenten haben heute über die Verlängerung der Corona-Maßnahmen beraten. Hier erfahren Sie, ob die Radius-Regel auch für Ihre Region gilt.

Eingeschränkte Bewegungsradien gab es in Deutschland bisher nur in Sachsen, hier dürfen sich die Menschen maximal 15 Kilometer von ihrem Wohnort entfernen. Auch in Thüringen hatte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) eine entsprechende Regelung jüngst vorgeschlagen. Auch in anderen Ländern - darunter Frankreich - wurde die Praxis in der Vergangenheit bereits angewendet.

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Ergebnisse des Treffens werden in einer Pressekonferenz verkündet, diese übertragen wir hier live.

Im Video: Reporterin Franca Lehfeldt über die Debatte zur Ausgangssperre

Was genau es mit dem Bewegungsradius auf sich hat und wie die Situation für die Schulen aussieht – Details zum Gipfeltreffen hat RTL-Reporterin Franca Lehfeldt im Video.

Infektionszahlen: Virologin plädierte für harte Corona-Maßnahmen

Die Schließung von Gastronomie und Einzelhandel soll nun bis Ende Januar fortgesetzt werden soll. Auch der Lockdown für Schulen und Kitas wird bis Ende Januar verlängert. Der Bund will gesetzlich regeln, dass das Kinderkrankengeld in diesem Jahr für zehn zusätzliche Tage je Elternteil und um 20 Tage für Alleinerziehende gewährt werde.

Während Virologen sich dafür einsetzten, die Schulen weiter komplett geschlossen zu halten, plädierte Reinhard Berner, Leiter der Kinderklinik des Universitätsklinikums Dresden, in der Runde für eine Öffnung. Die Kultusminister der Länder hatten am Montag einen Stufen-Plan vorgelegt. Er soll es einzelnen Ländern ermöglichen, einen Präsenzunterricht für die Klassen eins bis sechs wieder zuzulassen, wenn die Infektionslage dies jeweils erlaube. Alle anderen Schulklassen sollten aber auf jeden Fall zuhause unterrichtet werden.

Angesichts der weiter hohen Infektionszahlen sollen auch die Kontaktbeschränkungen ab dem 10. Januar verlängert werden. Bis Ende Januar sind nur noch Zusammenkünfte im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstandes und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet. Bislang galt, dass sich maximal fünf Personen aus bis zu zwei Haushalten treffen durften.

Zwei Drittel der Deutschen für Verlängerung der Corona-Maßnahmen

Eine große Mehrheit der Deutschen war für eine Verlängerung der bisherigen Maßnahmen. In einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich fast zwei Drittel der Befragten dafür aus, die Einschränkungen mindestens in der bisherigen Härte fortzuführen.