Bei EM 2024 aufs Spielfeld geschlichenYoutuber Marvin Wildhage will nach Maskottchen-Urteil in Berufung gehen

Als falsches Maskottchen verkleidet konnte Wildhage sich bei der Heim-EM 2014 bis auf das Spielfeld schleichen.
Als falsches Maskottchen verkleidet, konnte Wildhage sich bei der Heim-EM 2014 bis auf das Spielfeld schleichen. 
RTL Nord, dpa

Es ist noch nicht vorbei!
Bei der Heim-EM 2024 legte Youtuber Marvin Wildhage als falsches Maskottchen große Sicherheitslücken auf. Für die gewagte Aktion beim Eröffnungsspiel in München wurde Wildhage zu einer Geldstrafe verurteilt. Doch wie er jetzt erklärt, ist das letzte Wort im Zoff mit der Uefa noch nicht gesprochen. Der 29-Jährige will in Berufung gehen.

Neue Runde im Zoff mit der Uefa?

„Ich habe ja dadurch eine Debatte breitgetreten“, erklärt Youtuber Marvin Wildhage. RTL hat ihn auf der Ideenexpo in Hannover getroffen. Auf der Bühne spricht er dort vor Jugendlichen über seine Karriere – dazu gehört auch die Aktion bei der EM.

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Mit seinem Auftritt als Fake-Maskottchen sorgte Youtuber Marvin Wildhage international für Aufsehen. Als Maskottchen Albärt verkleidet, kommt er beim Eröffnungsspiel 2024 problemlos an allen Sicherheitskontrollen vorbei ins Münchener Stadion und sogar bis auf das Spielfeld. Ein Desaster für die Uefa. Für Marvin folgt ein Prozess, in dem er gerade im Mai zu einer Geldstrafe von insgesamt 14.400 Euro verurteilt wurde.

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Vorbei sei es damit aber noch nicht: „Wir gehen in Berufung und deswegen wird es wahrscheinlich eine neue Runde geben”, sagt er. Ob sein Fall dann aber noch einmal vor Gericht lande, bleibe abzuwarten. „Es kann auch sein, dass man sich außergerichtlich einigt.”

Im Video: Hinter diesem Prank steckt Youtuber Marvin Wildhage

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Youtuber will mit dem Finger in die Wunde

Mit den Videos seiner Aktionen fällt Marvin bereits in der Vergangenheit immer wieder auf. Bei einer seiner ersten Aktionen schleuste sich der Youtuber bei einem Probetraining bei Hannover 96 ein. Die Aktion bei der EM sei jedoch nicht nur als Spaßaktion gedacht gewesen. Er habe auf Missstände aufmerksam machen wollen. Wildhage ist nicht nur Youtuber, sondern auch gelernter Journalist. „Alle haben darüber gesprochen“, sagt Wildhage, „und ich finde, die Leute sollten auch weiter darüber sprechen, dass Sicherheitsvorkehrungen bei einer Großveranstaltung sehr, sehr wichtig sind.”

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Doch das Gericht habe ihm eine Grenze aufgezeigt: „Du bist investigativer Journalist. Aber du darfst halt trotzdem keine Straftaten begehen“, zitiert Wildhage im Interview mit RTL aus dem Prozess.

Der 29-Jährige wolle zwar gegen das Urteil in Berufung gehen, doch die Gerichtsverhandlung habe ihn auch zum Nachdenken gebracht. „Ich gestalte meine Inhalte jetzt zukünftig anders aus”, sagt er. „Es war aber auch nie mein Wille, immer mutwillig eine Grauzone zu finden.” Es gehe ihm eher darum, ungemütlich zu sein und bei Missständen den Finger in die Wunde zu legen. Letztlich habe das auch mit der EM-Aktion geklappt, meint er. Das Sicherheitskonzept sei im Anschluss geändert worden.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche