Rätsel in BrasilienZwei Menschen aus dem gleichen Haus werden ermordet und zerstückelt – gibt es einen Zusammenhang?

Es ist ein düsteres Puzzle.
Innerhalb weniger Monate werden zwei Bewohner desselben Hauses im brasilianischen Florianópolis brutal ermordet, zerstückelt und wie Müll entsorgt. Die Ermittler stehen vor der Frage: Hängen diese Taten zusammen?
Zwei Opfer, aber dieselbe grausame Handschrift
Der 29-jährige Alberto Pereira de Araújo verschwindet Ende Dezember 2025 spurlos, bis seine Leichenteile zerstückelt in einem Koffer am Strand von Santinho angespült werden. Anfang März wird auch die Immobilienmaklerin Luciani Aparecida Estivalet Freitas getötet und zerstückelt.
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Das Unfassbare: Beide Opfer lebten im selben Wohnkomplex. Zufall? Die Polizei glaubt nicht daran. Die Ähnlichkeiten sind zu deutlich. Beide Leichen werden fachmännisch zerlegt, beide Male wählen die Täter die Umgebung des Wohnkomplexes als Ablageort.
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Ermittler schließen Zusammenhang nicht aus
Deswegen prüfen die Ermittler jetzt eine mögliche Verbindung zwischen den Fällen. „Ab jetzt beginnt die Untersuchung von vorn, um die Täter zu identifizieren. Ein Zusammenhang mit dem Fall der Immobilienmaklerin wird nicht ausgeschlossen”, sagt Kommissar Alex Bonfim dem Nachrichtenportal g1.
Einer der Verdächtigen im Mordfall der 47-Jährigen stammt aus derselben Stadt wie das Koffer-Opfer Alberto. Seine Identifizierung ist eine Herausforderung. Der Körper ist stark verwest, niemand meldet ihn als vermisst. Nur durch Röntgenaufnahmen und Zahnanalysen konnte die Identität des jungen Mannes zweifelsfrei geklärt werden.

Gier als Motiv?
Währenddessen laufen im Fall der Maklerin bereits Ermittlungen wegen Raubmords. Ihre Familie schöpft Verdacht, weil sie plötzlich Nachrichten mit Grammatikfehlern von ihrem Handy erhält. Drei Verdächtige sitzen in Haft, sie nutzten sogar ihre Daten für Online-Käufe. Ob Alberto aus demselben Motiv sterben musste, wird nun fieberhaft ermittelt. (nha)
Verwendete Quellen: g1

































