Ermittler hoffen auf neue Hinweise durch „Aktenzeichen XY”Einer der rätselhaftesten Vermisstenfälle Deutschlands! Seit elf Jahren fehlt von Inga jede Spur

Sie spielt mit anderen Kindern, kurz darauf ist sie verschwunden.
Seit dem rätselhaften Verschwinden der damals fünfjährigen Inga Gehricke im Jahr 2015 fehlt von ihr jede Spur. Jetzt greift die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ den Cold Case erneut auf – in der Hoffnung auf neue Hinweise. Hier lest ihr alles, was ihr zum Fall Inga Gehricke wissen müsst.
Ein kurzer Moment – dann ist Inga spurlos verschwunden
Es ist einer der rätselhaftesten Vermisstenfälle Deutschlands: Am 2. Mai 2015 verschwindet die damals fünfjährige Inga Gehricke während eines Grillfestes mit ihrer Familie auf dem Gelände des Diakoniewerks Wilhelmshof bei Stendal in Sachsen-Anhalt. Bis heute ist unklar, was dem kleinen Mädchen zugestoßen ist. Mehr als zehn Jahre später beschäftigt der Fall die Ermittler noch immer.
Wie das Bundeskriminalamt (BKA) auf seiner Website schildert, besucht Inga gemeinsam mit ihrer Familie befreundete Familien auf dem Gelände des Diakoniewerks. Am frühen Abend bereiten die Erwachsenen auf einem Sportplatz des Geländes das Essen vor, während mehrere Kinder spielen. Gegen 18.40 Uhr fällt auf, dass Inga verschwunden ist.
Sofort beginnt eine große Suchaktion. Polizeikräfte, Spürhunde und Hubschrauber durchkämmen das Gelände und die umliegenden Wälder. Doch die Suche bleibt erfolglos. Bis heute fehlt jede Spur des Mädchens.
„Aktenzeichen XY“ greift den Cold Case Inga Gehricke erneut auf

Neue Aufmerksamkeit erhält der Fall nun durch die ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY... Ungelöst“. In der Ausgabe am Mittwoch, 29. Juli, wird das rätselhafte Verschwinden von Inga erneut vorgestellt.
Die Hoffnung der Ermittler: Auch nach mehr als zehn Jahren könnte sich noch jemand an eine Beobachtung erinnern oder einen entscheidenden Hinweis geben, der dabei hilft, den Fall endlich aufzuklären.
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Bis heute ist der Fall Inga Gehricke ungeklärt
In den vergangenen Jahren gehen Ermittler bereits zahlreichen Hinweisen nach. Der Fall wird mehrfach öffentlich thematisiert, Spezialhunde kommen zum Einsatz und mögliche Verbindungen zu anderen Vermissten- und Gewaltverbrechen werden überprüft. Dennoch kann nicht geklärt werden, was am Abend des 2. Mai 2015 geschah.
Für Ingas Familie ist die Ungewissheit bis heute kaum auszuhalten. Zehn Jahre nach dem Verschwinden sagt ihre Mutter im vergangenen Jahr: „Mein allergrößter Wunsch ist, dass mein Kind gefunden wird.“
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Forensiker hält Entführung für wahrscheinlicher als einen Unfall
Auch der Forensiker Prof. Dr. Dirk Labudde von der Hochschule Mittweida beschäftigt sich letztes Jahr mit dem Fall und wertet rund 40.000 Seiten Ermittlungsakten sowie zahlreiche Zeugenaussagen aus. RTL.de berichtete.
Sein Fazit: Aufgrund der bekannten Umstände sei eine Entführung wahrscheinlicher als ein Unfall. Dabei betont Labudde ausdrücklich, dass es sich um eine kriminalistische Bewertung und nicht um gesicherte Erkenntnisse handelt.
In seinem Exposé schreibt der Forensiker, es gebe keine Hinweise darauf, dass sich Inga bewusst entfernt oder sich freiwillig einer fremden Person angeschlossen habe. Denkbar sei sowohl eine geplante als auch eine spontane Entführung. Ebenso müsse berücksichtigt werden, dass ein möglicher Tatort außerhalb des Wilhelmshofs liegen könnte.
Experte sieht Versäumnisse bei den damaligen Ermittlungen
Neben seiner Analyse äußert Labudde auch Kritik an Teilen der ursprünglichen Ermittlungsarbeit. Nach seiner Einschätzung seien Zeugen teilweise nicht präzise genug befragt worden. Außerdem seien nicht alle Spuren konsequent verfolgt und die Ermittlungen nicht durchgehend ausreichend dokumentiert worden.
Als mögliche Ansatzpunkte für neue Erkenntnisse nennt der Forensiker damals unter anderem moderne kriminaltechnische Methoden, weitere Zeugenaufrufe, einen internationalen Abgleich mit ähnlichen Fällen sowie eine digitale 3D-Rekonstruktion des damaligen Geschehens.
Vielleicht bringt die erneute Beleuchtung des Vermisstenfalls Inga Gehricke bei „Aktenzeichen XY” endlich den entscheidenden Hinweis.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche, Bundeskriminalamt
































