Tödliches Drama auf der A3Lkw-Fahrer flüchtet nach tödlichem Unfall: Junger Vater (36) stirbt, schwangere Frau (26) und Junge (3) in Lebensgefahr

Polizei und Rettungskräfte sind nach dem schweren Unfall auf der Autobahn 3 im Einsatz.
Polizei und Rettungskräfte sind nach dem schweren Unfall auf der Autobahn 3 im Einsatz.
Guido Schulmann/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wie kann der Lkw-Fahrer damit nur leben?
Der Unbekannte rammt am Montagabend auf der A3 bei Emmerich das Auto einer jungen Familie. Der Vater stirbt, seine schwangere Frau und das dreijährige Kind kämpfen um ihr Leben. Nach dem schweren Unfall flüchtet der Lastwagenfahrer mit seinem Sattelzug vom Unfallort. Zeugen sind sicher: Er hat den Unfall mitbekommen.

A3-Unfall bei Emmerich: Vater stirbt im Autowrack

Der schwere Unfall passiert am Montagabend auf der A3 in Richtung Köln. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Düsseldorf ist ein 36-jähriger Mann mit seiner 26 Jahre alten schwangeren Frau und einem dreijährigen Kind in einem VW Golf unterwegs.

In Höhe der Anschlussstelle Emmerich wechselt der Fahrer eines Sattelzugs offenbar vom rechten auf den linken Fahrstreifen. Dabei könnte er den nachfolgenden Golf übersehen haben. Der 36-Jährige versucht nach bisherigen Erkenntnissen auszuweichen, verliert die Kontrolle über sein Auto und überschlägt sich.

Zu einem direkten Zusammenstoß zwischen dem Lastwagen und dem Golf kommt es nach aktueller Spurenlage nicht. Für den Familienvater kommt dennoch jede Hilfe zu spät. Feuerwehrleute können ihn nur noch tot aus dem Wrack bergen.

Schwangere Frau und Kind schweben in Lebensgefahr

Auch die 26-jährige Beifahrerin wird bei dem Unfall schwer verletzt. Ein Rettungswagen bringt die Schwangere in ein Krankenhaus. Nach Angaben der Polizei konnte Lebensgefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden.

Noch dramatischer ist der Zustand des dreijährigen Kindes. Es erleidet lebensgefährliche Verletzungen und wird mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen.

Ein Verkehrsunfallaufnahmeteam sichert anschließend die Spuren auf der Autobahn. Bei dem getöteten Fahrer ergaben sich laut Polizei zudem Verdachtsmomente auf Alkoholeinfluss. Welche Rolle das für den Unfall spielte, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

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Polizei fahndet nach flüchtigem Lkw-Fahrer: Er fuhr einfach weiter

Nach dem A3-Unfall bei Emmerich konzentrieren sich die Ermittler nun auch auf den bislang unbekannten Fahrer des möglicherweise beteiligten Sattelzugs. Zeugen beschreiben eine dunkle Zugmaschine mit bulgarischem Kennzeichen. Der Auflieger soll einen roten Überseecontainer geladen haben und möglicherweise ein niederländisches Kennzeichen getragen haben.

Der Lastwagen soll aus den Niederlanden über den Grenzübergang Elten nach Deutschland gefahren sein. Besonders brisant: Laut Zeugenaussagen müsste der Fahrer Reifenquietschen und das laute Scheppern des Unfalls gehört haben. Er habe offenbar sogar abgebremst, sei anschließend aber weitergefahren.

Die Polizei bittet nun um Hinweise zum Sattelzug, zu seinem aktuellen Standort und zur Identität des Fahrers. Auch weitere Zeugen des Unfallgeschehens sollen sich bei den Ermittlern melden.

Verwendete Quelle: Polizei Düsseldorf