Gericht muss entscheidenSexualstraftäter identifiziert sich jetzt als Frau und will in den Frauenknast

Amanda Joy Cooper ist aktuell noch hier in der Millhaven Institution in Ontario untergebracht. (Symbolbild)
Amanda Joy Cooper ist aktuell noch hier in der Millhaven Institution in Ontario untergebracht. (Symbolbild)
picture alliance / empics | Lars Hagberg

Er vergewaltigte Frauen – jetzt ist er selbst Eine.
Nach einer Geschlechtsangleichung will Amanda Joy Cooper in ein Frauengefängnis verlegt werden. Doch die Behörden schlagen Alarm. Sie warnen vor einer „sehr hohen Gefahr” für andere Insassinnen.

„Ich bin eine Frau mit einer Vagina in einem Männergefängnis”

Seit 2001 sitzt Amanda Joy Cooper in Kanada hinter Gittern. Sadistische Triebe, Gewalt und Sexualdelikte gegen Frauen, Angriffe auf eine Zwölfjährige stehen in der Akte. Selbst im Gefängnis hört der Horror nicht auf: 2018 soll er eine Gefängnismitarbeiterin sexuell belästigt haben. Jetzt kämpft Cooper vor Gericht darum, aus dem Hochsicherheits-Männergefängnis verlegt zu werden.

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Nach einer Geschlechtsoperation im September 2024 besitzt Cooper nach eigenen Angaben „eine Vagina und Brüste”, die Gefängnisakten führen das Geschlecht inzwischen als weiblich. Ihre Anwältin Jessica Rose argumentiert bei CBC News, dass sie nach den geltenden Richtlinien nun auch entsprechend untergebracht werden müsse. Amanda Joy Cooper selbst sieht sich als Opfer, klagt über Mobbing durch männliche Mithäftlinge. „Ich bin eine Frau mit einer Vagina in einem Männergefängnis. Glauben Sie, ich bin hier sicher?“, lässt sie über ihre Anwältin ausrichten.

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Behörden warnen: „Sehr hohes Risiko für andere Frauen“

Die kanadische Gefängnisbehörde lehnt die Verlegung bislang ab und begründet das mit deutlichen Worten. Die 58-Jährige stelle ein „sehr hohes Risiko für die Sicherheit” anderer Insassinnen dar. Frühere Gutachten sprechen von sadistischen Tendenzen und „zwanghaften Fixierungen” auf weibliches Personal.

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Ein Bewährungsbeamter schreibt laut Akten, die Geschlechtsangleichung habe das Rückfallrisiko „in keiner Weise verringert“. Die Transfrau übernehme zudem keine Verantwortung für frühere Taten und schiebe diese einer „früheren Identität“ zu. Heather Mason, eine ehemalige Insassin, warnt: „Sexuelle Gewalt wird nicht durch eine Operation verhindert. Die Behörden haben bereits festgestellt, dass von dieser Person ein hohes Risiko für Frauen ausgeht. Das ist wichtiger als Anatomie.“

Nächste Woche entscheidet ein Bundesgericht, ob Cooper sofort in ein Frauengefängnis verlegt werden muss oder weiter im Männerkannst bleibt. (nha)

Verwendete Quellen: CBC News