Rettungsaktion geht losUmweltminister glaubt fest daran, dass der Wal noch eine Chance hat

Rettungsaktion für den Buckelwal
Für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal beginnt ein neuer Rettungsversuch.
axr, Philip Dulian/dpa, Philip Dulian

Die ersten Retter sind im Wasser!
Die Rettungsaktion für den gestrandeten Wal vor der kleinen Ostsee-Insel Poel hat begonnen. Sechs Helfer haben sich im hüfttiefen Wasser zu dem Buckelwal begeben. Unter anderem spritzten sie mit den Händen Wasser auf den Wal.

Wal bewegt sich und atmet

Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat den Versuch einer privaten Initiative zur Rettung des gestrandeten Buckelwals verteidigt. Entscheidend sei, dass nun erstmals ein geeignetes ernstzunehmendes Konzept vorliege, das minimalinvasiv vorgehe. „Es darf dem Tier nicht geschadet werden.” Der Wal dürfe nicht verletzt werden. „Solange das eingehalten wird, sehe ich keinen Grund, dass die Chance nicht genutzt wird”, sagte Backhaus auf der Insel Poel (Kreis Nordwestmecklenburg).

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Alle Beteiligten wüssten, dass der Wal sich in einem schwierigen Zustand befinde. „Aus meiner Sicht hat der Wal aber auch eine Chance.” Er zeige nach wie vor Aktivitäten. Ab und zu bewege er die Flossen. Er hebe den Kopf aus dem Wasser und atme regelmäßig und kommuniziere auch durch Rufe. „Und ich habe immer gesagt, ich werde diesen Wal bis zum Ende begleiten, in die Freiheit fürs Leben oder auch andersrum. Und dazu stehe ich.”

Verantwortung für die Rettung liegt bei privater Initiative

Bei allem Wohlwollen finde er, dass auch die Wissenschaft sich mal irren könne, sagte er mit Blick auf kritische Stimmen zu dem Rettungsversuch, der von zwei Unternehmen initiiert wird. Die Verantwortung für den Gesamtprozess liege nun bei diesen Organisatoren. Es sei der 17. Tag, an dem der Wal dort liege, so Backhaus weiter.

Die Rettungsaktion für den Wal hat gegen Mittag begonnen. Sechs Helfer begaben sich im hüfttiefen Wasser zu dem Buckelwal, wie im Livestream von News5 zu sehen war. Unter anderem spritzten sie zunächst Wasser auf den Wal. (jgr, mit dpa)

Verwendete Quellen: dpa