Tierquälerei?Pony in Kleinwagen auf Fähre verladen

Tierschützer sind entsetzt
Ein Pony im Kofferraum auf einer Fähre nach Ischia. Ein Citroën C1, der plötzlich zur rollenden Pferdebox wird. Skurriler geht’s kaum: Was für Urlauber nach Comedy aussieht, könnte für das Tier ein Fall von handfester Tierquälerei sein.
Italien: Pony im Citroën-Kofferraum auf Fähre nach Ischia – Tierschützer und Politik schalten sich ein
Es ist einer dieser Momente, in denen man sich fragt, ob man genug geschlafen hat. Eine Schweizer Touristin steht in Italien an Bord einer Fähre von Pozzuoli nach Ischia, schaut auf die verladenen Autos – und traut ihren Augen nicht: Im hinteren Teil eines roten Citroën C1 steht ein Pony, eingepfercht im Kofferraum, als wäre „Pferdchen, rück mal in die Gepäckablage“ völlig normal.
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Die Frau holt ihr Handy, filmt, fotografiert – und fragt das Fährpersonal, ob hier gerade wirklich ein lebendes Tier im Mini-Kofferraum auf die Urlaubsinsel geschaukelt wird. Antwort: Man wisse Bescheid, das Pony sei bekannt. Und genau da kippt die Szene von „schräg“ Richtung „schwerer Fehler“.
Denn draußen an Land schalten sich jetzt Leute ein, die das nicht nur lustig finden. Der Tierschutzaktivist Enrico Rizzi und der italienische Abgeordnete Francesco Emilio Borrelli sprechen von einem möglichen „schweren Fall von Tierquälerei“ und zeigen den Vorfall an. Anhand des Kennzeichens soll der Halter des Wagens ermittelt werden, außerdem wollen sie klären lassen, warum niemand auf der Fähre gesagt hat: „Nein, mit Pony im C1-Kofferraum kommt hier niemand an Bord.“

Die Fährgesellschaft Medmar distanziert sich inzwischen deutlich: Interne Untersuchungen hätten bereits „schwerwiegende betriebliche Unregelmäßigkeiten“ ergeben, das Auto sei offenbar ohne die nötigen Dokumente verladen worden – eine „unzulässige Kette von Versäumnissen und nicht durchgeführten Kontrollen“, wie das Unternehmen selbst formuliert. Man verspricht „null Toleranz“ gegenüber allen, die Regeln missachtet oder Kontrollen verweigert haben, und will die Verantwortlichen persönlich zur Rechenschaft ziehen.
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Ob das Tier tatsächlich die etwa einstündige Überfahrt eingezwängt im dunklen „Garage“-Bereich stand und wie es ihm heute geht, müssen nun Ermittler klären. Sicher ist nur: was manche als lustige Insta-Story abtun, ist für das Pony möglicherweise Stress pur gewesen, denn ein adäquater Transport eines Ponys sieht definitiv anders aus!
































