Offenbar unbelehrbarPatientin raucht – Explosion im Krankenhaus

Zigarette + Sauerstoff = Explosion!
Sie liegt im Krankenhaus, trägt eine Sauerstoff-Brille – und zündet sich trotzdem eine Zigarette an. In Graz hat eine 73-jährige Patientin mit dieser Mischung aus Unbelehrbarkeit und Nikotin-Abhängigkeit eine Explosion ausgelöst und sich selbst verletzt.
Graz: 73-jährige Patientin zündet Zigarette mit Sauerstoff-Brille an – Explosion im Spital, Brandverletzungen
In der Nacht zum Mittwoch kommt es im Spital der Barmherzigen Brüder in Graz zu einem Vorfall, den Ärzte seit Jahren als mögliches Horror-Szenario beschreiben: Eine Patientin raucht im Zimmer, obwohl sie über eine Sauerstoff-Nasenbrille versorgt wird. Die glimmende Zigarette entzündet den Sauerstoff, es kommt zu einer Verpuffung. Das Krankenhaus bestätigt den Zwischenfall, spricht von „äußerst gefährlicher“ Kombination, berichtet unter anderem das österreichische Onlineportal oe24.
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Die 73-Jährige erleidet Brandverletzungen und wird zur weiteren Behandlung ins LKH-Universitätsklinikum Graz gebracht. Lebensgefahr besteht laut Klinik nicht, der Sachschaden bleibt überschaubar. Doch der Fall zeigt: Es reicht eine einzige Zigarette, um aus einem Krankenzimmer innerhalb von Sekunden in Brand zu setzen – vor allem, wenn Sauerstoffgeräte im Spiel sind.

Mediziner warnen seit Jahren: Wer auf Sauerstoff angewiesen ist, darf in der Nähe der Geräte weder rauchen noch E-Zigaretten dampfen. Der Hintergrund: Sauerstoff selbst ist zwar nicht brennbar, aber er „füttert“ jede Flamme, macht sie größer und explosiver. Schon eine kleine Zündquelle – Streichholz, Feuerzeug, Glimmstängel – kann eine Verpuffung auslösen, wenn Schläuche, Kleidung oder Bettwäsche mit Sauerstoff angereichert sind.
Wie gefährlich das werden kann, zeigen frühere Fälle: Im Klinikum Mödling starben im Mai 2023 drei Menschen, nachdem ein Patient trotz Sauerstoff-Therapie geraucht hatte. Im Februar 2025 brannte es in der Klinik Floridsdorf aus demselben Grund. Internationale Katastrophen – etwa Klinikbrände nach explodierten Sauerstoffflaschen – gehen ebenfalls immer wieder durch die Nachrichten.
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Für die Grazer Patientin endet ihr Zigaretten-Augeblick diesmal „nur“ mit Verbrennungen und einem Klinikwechsel. Für Pflegerinnen und Pfleger aber ist der Fall ein weiterer Beleg dafür, wie schwierig es ist, Menschen von einem lebensgefährlichen Laster zu trennen – selbst dann, wenn sie im Krankenhaus liegen und buchstäblich an der Sauerstoff-Leitung hängen.
Verwendete Quellen: oe24, taz, lungenärzte-im-netz
































