Dicke Luft im Klassenzimmer. Bei dieser US-Lehrerin gibt's dafür jetzt eine eigene Ecke. Denn wer bei Candy Sidney Browning Dampf ablassen muss, darf einfach aufstehen und sich kurz hierhin verziehen. In die Pupsecke mit Raumspray und genügend Abstand inklusive.
„Was ich daran liebe: Während ich unterrichte, muss niemand erst fragen. Einfach aufstehen, gehen, sich kurz entschuldigen und wir können mit dem Unterricht weitermachen. So verpassen die Schüler nichts und können weiter lernen. Also eine Win-win-Situation."
Abgesehen davon, dass jeder in der Klasse dann weiß, warum man da gerade verduftet, ist schon irgendwie ein bisschen peinlich. Aber dass gerade im Klassenzimmer so ein kleiner Pups ein ganz schön großes Thema werden kann, wissen die Schüler wahrscheinlich selbst am besten.
Spätestens zu Hause wird's mit den Ausreden aber dann schwierig. Also raus mit der Sprache. Oder besser gesagt mit der Luft. Wie normal ist das Pupsen vor dem Partner?
„Der pupst bei jeder Gelegenheit ohne Rücksicht. Also ich gehe zumindest raus. Aber dass ich oft da sitze, so."
Rücksicht nehmen, genau das findet auch Paartherapeutin Ruth Marquardt wichtig.
„Pupsen in der Beziehung ist natürlich etwas, was vorkommt, weil es uns menschlich macht. Aber wenn wir es als Sport betreiben und die Grenzen unseres Partners oder der Partnerin ignorieren, dann ist es verletzend und eben definitiv alles andere als schön."
Vielleicht hat Candy mit ihrer Pupsecke also doch den richtigen Riecher.