Kaori fing gerade an, „Mama” zu sagenQuerschläger tötet Baby im Kinderwagen

Ihr Bruder entgeht nur mit viel Glück dem Tod.
Die Eltern wollen am Mittwoch (1. April) im New Yorker Stadtteil Brooklyn nur kurz ein paar Besorgungen machen, nehmen ihren Sohn (2) und die sieben Monate alte Tochter mit. Plötzlich knallt es ganz in der Nähe. Zwei Unbekannte auf einem Motorrad schießen um sich.
„Wir dachten, es wären Feuerwerkskörper”
„Meine Tochter war unschuldig. Sie hat das nicht verdient. Wir wollten nur kurz rausgehen, um ein paar Sachen für sie und meinen Sohn zu holen”, weint Lianna Charles-Moore (20) im Telefoninterview mit der New York Post. Die kleine Kaori und ihr Bruder sitzen zusammen in einem Zwillings-Kinderwagen. Die Eltern sind am Mittwoch (1. April) in Brooklyn, genauer in East Williamsburg, mit ihren beiden Kindern unterwegs.
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Was dann passiert, beschreibt die verzweifelte Mutter so: „Etwas ging los.” Sie bemerken zunächst nicht, dass sich Unbekannte auf einem Motorrad genähert haben und – vermutlich – auf Bandenmitglieder schießen. „Wir dachten, es wären Feuerwerkskörper. Mein Sohn sprang aus dem Kinderwagen, und ich hob ihn hoch und trug ihn.” Dann der Schock: „Ich umarmte ihn, und als ich dann nach links schaute, lag meine Tochter einfach da. Sie war in den Kopf geschossen worden. Sie blutete stark. Es war einfach zu viel.”

Der kleine Bruder fragt immer wieder nach Kaori
Die kleine Kaori überlebt den Kopfschuss nicht. Doch auch ihr zweijähriger Bruder wird verletzt. Eine Kugel streift ihn am Rücken. Nur mit viel Glück passiert ihm nicht mehr. Viel tiefer sind aber seine seelischen Wunden, denn seit dem tödlichen Schuss fragt er immer wieder nach seiner kleinen Schwester.
„Mein Sohn hat das alles mitbekommen. Es war einfach zu viel, denn sie hätten meinen Sohn und meine Tochter töten können”, berichtet die junge Mutter. „Sie fing gerade an, ‘Mama’ zu sagen” und habe schon fast krabbeln können.
Lianna informiert Kaoris Oma, die zusammenbricht, als sie von der tödlichen Schießerei hört. „Sie sagte: ‚Sie haben Kaori in den Kopf geschossen.‘ Sie schrie. Sie war völlig aufgelöst. Ich bin einfach im Klassenzimmer ohnmächtig geworden“, erinnert sich die Großmutter, die als Lehrerin arbeitet.
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Ein Täter ist gefasst, einer auf der Flucht
Die Schießerei, die als „bandenmäßig” beschrieben wird, ereignet sich gegen 13.20 Uhr, schreibt die New York Post. Die Bewaffneten seien mit einem Motorrad vorgefahren und hätten das Feuer in eine Menschenmenge eröffnet. Dann seien sie davongerast, sagt die New Yorker Polizeichefin Jessica Tisch während einer Pressekonferenz.
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Zwei Blocks weiter seien sie in ein entgegenkommendes Auto gerast, wobei der Beifahrer vom Motorrad gestürzt und auf den Asphalt geschleudert worden sei. Der zweite Täter ist bisher nicht gefasst worden. Für Kaoris Mutter ist nach dem tragischen Verlust ihres Babys ohnehin nur eines wichtig: „Ich will Gerechtigkeit.”
Verwendete Quellen: New York Post




