Mordprozess im Fall Fabian (†8)Als es um Gina H.s mögliche Affäre geht, bricht im Gerichtssaal Gelächter aus

Lief da etwa mehr zwischen Gina H. und einem wichtigen Zeugen?
Eigentlich geht es beim Prozess vor dem Landgericht Rostock darum, unter welchen Umständen der kleine Fabian (†8) aus Güstrow zu Tode kam. Zeuge Christian D. gibt bei seiner Vernehmung am Freitag (12. Juni) dann aber alles, um eine mögliche Affäre mit der Angeklagten Gina H. zu bestreiten. So sehr, dass der Tod des Jungen phasenweise in den Hintergrund gerät. Immer wieder bricht das Publikum im Saal sogar in Gelächter aus.
„Wir haben geschrieben, mehr nicht”
Der Grund: Christian D. scheint in den Augen der Anwesenden bei seinen Ausführungen nicht wirklich überzeugend zu sein. Kein Wunder, denn der vorgetragene Chatverkehr zwischen ihm und Gina H. lässt vermuten, dass er und die Tatverdächtige sich viel näher standen, als er zugeben will.
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1.400 Nachrichten hat D. mit der Angeklagten ausgetauscht – und das lediglich in den vier Wochen ihres intensiveren Kontakts vor dem gemeinsamen Leichenfund. „Was war Ihr Ziel, Herr D.?”, bohrt der Richter nach. „Freundschaftlich, mehr nicht”. Ein paar Zuschauerinnen lachen. Dann fragt der Richter explizit: „Wollten Sie eine Affäre starten?” D.s Antwort: „Nein.”
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Gina H. habe D. schon nach zwei Tagen des Kontakts ein Foto von sich im Bett mit ihrem Hund geschickt. Seine Antwort damals laut Richter: „Hund müsste man sein”. Erneut Gelächter im Saal. Außerdem habe H. ihm ein Foto am See ohne Oberteil gesendet, erklärt der Richter. Christian D. beteuert ungläubig: „Ich habe mit der Frau nichts gehabt, wollte nichts haben. Wir haben geschrieben, mehr nicht.”
Die Handyauswertung zeigt jedoch, dass Christian D. mehrfach nach Fotos von Gina H. gefragt hat. Es sei nichts Besonderes, ist seine Reaktion: „Die Fotos sind auch im Internet zu sehen”. Das zweifelt ein Schöffe an. Wieder Gelächter im Publikum.
Fall Fabian (†8) aus Güstrow – die Chronologie des Verbrechens
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Sex-Anspielungen! Die intime Kommunikation von Gina H. und dem Zeugen
Doch es gibt nicht nur Fotos, sondern auch intime Sprachnachrichten! Gina H. sagt darin zu Christian D.: „Du hast das gewisse Etwas in den Augen. Da würde man am liebsten was machen, was man nicht darf.” Und in einer anderen: „Du löst irgendwas in mir, was das Verlangen danach ergibt. Aber nicht dass ich in dich verliebt bin. Das hat nichts mit Liebe zu tun. (...) Ich gucke dir gern in die Augen. Das könnte böse enden, deswegen gucke ich schnell wieder weg.”
In einer Chatnachricht vom 24. September 2025 von Gina H. an D. ist sogar eine sexuelle Anspielung klar zu erkennen: „Ich gehe gleich mit Cleo reiten. Die darf ich wenigstens reiten.”
Nach dem Leichenfund bricht der Kontakt zu Gina H. ab
Brisant: Bis kurz vor Fabians Verschwinden führt Gina H. eine Beziehung mit Matthias R., dem Vater des Jungen. Christian D. bekommt ihre Trennung mit, trifft sich mehrfach mit der Angeklagten. Eine Liaison bestreitet der 36-Jährige aber vehement. Er betont vor Gericht mehrfach: Er habe es freundschaftlich angesehen und keine anderen Absichten verfolgt.
Den gesamten Chatverkehr mit Gina H. löscht Christian D. – er hat Frau und Familie – am 14. Oktober von seinem Handy. Den intensiveren Kontakt zu Gina H. habe er zuvor ohnehin schon verheimlicht, da er nicht wollte, dass im Dorf darüber geredet werde. Den Kontakt zu Gina H. bricht D. am 15. Oktober endgültig ab. „Um meine Familie zu schützen”.
Gina H. steht seit April wegen Mordes vor Gericht
Fabian aus Güstrow verschwand am 10. Oktober 2025 spurlos. Vier Tage später meldete sich ausgerechnet Gina H. bei der Polizei. Sie will die verbrannte Leiche des Jungen an einem Tümpel in einem abgelegenen Waldstück gefunden haben.

Anfang November wird sie festgenommen und muss sich seit dem 27. April vor Gericht verantworten. Ihr mögliches Motiv laut Staatsanwaltschaft: Gina H. habe mit der Tat die Streitigkeiten mit Fabians Vater beenden wollen und gehofft, die Beziehung mit ihm so fortsetzen zu können.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche


