Obduktion bringt schrecklichen VerdachtTote Frau nach Brand in Mannheim entdeckt – jetzt sitzt ein 25-Jähriger in U-Haft

Löscharbeiten in einer Mannheimer Gaststätte. Die Feuerwehr entdeckt eine tote 30-Jährige.
Bei Löscharbeiten in einer Mannheimer Gaststätte entdeckte die Feuerwehr eine tote 30-Jährige. Laut Obduktion starb die Frau bereits vor dem Brand infolge massiver äußerer Gewalteinwirkung.
Rene Priebe/dpa
von Martina Lewinski

Erst sieht alles nach einem verheerenden Brand aus – doch dann machen die Ermittler eine schreckliche Entdeckung.
In einer Gaststätte in der Mannheimer Innenstadt finden Feuerwehrleute die Leiche einer 30-jährigen Frau. Die Obduktion zeigt: Sie starb nicht durch das Feuer, sondern bereits zuvor infolge massiver Gewalt. Inzwischen sitzt ein 25 Jahre alter Mann unter dringendem Tatverdacht in Untersuchungshaft.

Feuerwehr entdeckt tote Frau in Gaststätte

Der Fall beginnt in der Nacht zu Donnerstag (15. Oktober). Gegen 2.45 Uhr bemerkt ein Zeuge einen Brand in einer Gaststätte im Mannheimer Innenstadtquadrat G5 und alarmiert die Einsatzkräfte.

Als die Feuerwehr das Gebäude durchsucht, stößt sie in den Gasträumen auf eine leblose Frau. Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs ist die Gaststätte geschlossen.

Schnell ergeben sich Hinweise darauf, dass hinter dem Leichenfund mehr stecken könnte. Die Polizei richtet die Sonderkommission „Funke“ ein. Mehr als 60 Beamtinnen und Beamte arbeiten an der Aufklärung des Falls.

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30-Jährige starb schon vor dem Feuer

Die Obduktion bringt schließlich eine entscheidende Erkenntnis: Die 30-Jährige ist bereits vor Ausbruch des Feuers infolge massiver äußerer Gewalteinwirkung gestorben.

Bei dem Opfer handelt es sich nach Medienberichten unter Berufung auf die Ermittlungsbehörden um eine 30-jährige syrische Staatsangehörige.

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Am Samstagmorgen nehmen die Ermittler einen 25 Jahre alten Mann aus Mannheim fest. Er steht im dringenden Verdacht, die Frau aus bislang unbekannten Gründen getötet zu haben.

Noch am selben Tag wird der Tatverdächtige einem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Mannheim vorgeführt. Dieser setzt den Haftbefehl in Vollzug. Der 25-Jährige wird anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Opfer und Tatverdächtiger kannten sich offenbar nicht

Viele Fragen bleiben allerdings offen. Nach bisherigem Ermittlungsstand gibt es keine Hinweise darauf, dass sich die 30-Jährige und der Tatverdächtige bereits vor der Tat kannten.

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Auch ein mögliches Motiv ist bislang nicht bekannt. Die Soko „Funke“ und die Staatsanwaltschaft ermitteln weiter zu den Hintergründen und zum genauen Ablauf des mutmaßlichen Tötungsdelikts.

Offen ist zudem weiterhin, wie es zu dem Feuer in der Gaststätte kam. Spekulationen über einen möglichen Zusammenhang zwischen Brand und Tötungsdelikt sind bislang nicht offiziell bestätigt.

Kein Hinweis auf Verbindung zu krimineller Gruppierung

Die Ermittler prüfen den Fall auch vor dem Hintergrund anderer Brände in Mannheim. Nach Angaben der Polizei gibt es derzeit allerdings keine Hinweise auf einen Zusammenhang mit der kriminellen Organisation „Daltons“.

Die Gruppierung soll nach Erkenntnissen der Behörden hinter mehreren Bränden im Frühsommer in Mannheim gesteckt haben. Diese sollen im Zusammenhang mit Schutzgeldforderungen gegenüber türkischen und türkischstämmigen Geschäftsleuten gestanden haben.

Im aktuellen Fall konzentrieren sich die Ermittlungen nun auf den 25-jährigen Tatverdächtigen. Warum die 30-Jährige sterben musste und was genau in der Nacht in der Gaststätte geschah, ist weiterhin Gegenstand der Ermittlungen.

Verwendete Quellen: Mannheim24, SWR, Rhein-Neckar-Zeitung, AFP