Es ist eine außergewöhnlich kurze Karriere, die Katie Zacharia jetzt schon hinter sich hat. Erst am Montag war die 41-jährige als neue Pressesprecherin im Weißen Haus gestartet.
„Ich fühle mich wahnsinnig geehrt, für Präsident Trump und die Amerikaner zu arbeiten."
Im Gedächtnis bleiben vor allem eine besonders kurze Pressekonferenz und einige Versprecher. Nach nur fünf Tagen ist schon wieder Schluss. Am Freitagabend gibt ihr Präsident Trump einen verbalen Laufpass.
„Ich habe ihr gesagt ganz ehrlich, wenn ich du wäre, würde ich es mir noch einmal überlegen. Denk drüber nach, aber ich würde es mir noch einmal überlegen."
Schuld daran sind laut Trump die Medien.
„Katie wurde von den Medien sehr schlecht behandelt. Sehr sehr schlecht. Meiner Meinung nach sehr ungerecht und ich habe gerade mit ihr darüber gesprochen. Ich habe gesagt Katie, ist das etwas für dich? Denn sie wurde sehr hart behandelt."
Tatsächlich ist Zacharia unter Druck geraten, weil sie sich als Anwältin bezeichnet hat. Zwar hat sie einen juristischen Abschluss, hatte die Anwaltsprüfung nicht bestanden.
„Trump brachte sie von Kalifornien nach Washington D.C. Ein sehr kurzes Vorstellungsgespräch. Dann verkündete er plötzlich, sie sei eingestellt. Er sagte, sie sei Anwältin. Sie ist es nicht. Letztlich liegt das am Präsidenten und seinem Führungsstil."
Dass Zacharia ihren Posten nach nur fünf Tagen wieder los ist, ist ein neuer Rekord. Den hatte bislang Anthony Scaramucci, der 2017 nach nur zehn Tagen als Kommunikationsdirektor gefeuert wurde.