Live-Ticker zu den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen „Werden nicht mit der AfD zusammenarbeiten” – Thüringer CDU will nur mit BSW und SPD sprechen

Zwei Landtagswahlen, die es in sich haben!
Sachsen und Thüringen haben neue Landtage gewählt. Und die AfD geht als großer Gewinner hervor. RTL-Politikchef Nikolaus Blome trifft indes ein hartes Urteil für die Ampel-Koalition im Bundestag - SPD, Grüne und FDP sind die absoluten Verlierer des Wahlabends.
Mit unserem Live-Ticker verpasst ihr nichts!

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Sachsen und Thüringen haben gewählt

Alexander Schölzel

SPD-Wahlparty zur Landtagswahl in Brandenburg 

Ministerpräsident Dietmar Woidke kommt umringt von Anhängern zur Feier. Die Wahl wird als Aufholjagd mit gutem Ausgang für die SPD bezeichnet, die seit 1990 in Brandenburg regiert. Sie lässt die AfD knapp hinter sich. Für die Ampel-Parteien, Grüne und FDP ist der Wahlabend ein Desaster.
IMAGO/dts Nachrichtenagentur
Alexander Schölzel

Keine Partei will mit AfD regieren

Die AfD hat trotz ihres guten Abschneidens keine Aussicht auf eine Regierungsbeteiligung: Keine andere Partei will mit ihr zusammenarbeiten. Bundesparteichef Tino Chrupalla sagte, man habe das Ziel verpasst, Woidke "in die Rente zu schicken". Doch seien die ostdeutschen Wahlen in Thüringen, Sachsen und jetzt Brandenburg erfolgreich verlaufen: "Wir haben einmal Gold und zweimal Silber geholt." Das Erstarken der AfD hat zuletzt auch im Ausland Sorgen vor einem Rechtsruck in Deutschland ausgelöst, etwa bei EU- und Nato-Partnern.
Der Zentralrat der Juden äußerte sich besorgt. "Wenn erneut fast ein Drittel der Wähler eine zerstörerische politische Partei wie die AfD an der Macht sehen will und eine populistische Kraft wie das BSW wieder zweistellig wird, dann darf uns das nicht unberührt lassen", sagte Zentralratspräsident Josef Schuster.
Alexander Schölzel

SPD schlägt AfD in Brandenburg - BSW für Mehrheit nötig 

Bei der Landtagswahl in Brandenburg hat sich die SPD von Ministerpräsident Dietmar Woidke knapp gegen die AfD durchgesetzt und ist erneut stärkste Kraft geworden. Nach Hochrechnungen von ARD und ZDF folgen dahinter das neue Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) und die CDU, die das schlechteste Ergebnis in Ostdeutschland seit 1990 einfährt. Grüne, Linke, FDP und BVB/Freie Wähler bleiben unter der Fünf-Prozent-Hürde und sind nicht im Landtag vertreten.
Woidke könnte damit nach elf Jahren im Amt weiterregieren - möglich wäre entweder ein Bündnis mit dem BSW oder eine Dreier-Koalition mit BSW und CDU. 
Den Hochrechnungen zufolge erreicht die SPD 30,7 bis 30,9 Prozent (2019: 26,2 Prozent). Die AfD, die vom Verfassungsschutz in Brandenburg als rechtsextremer Verdachtsfall eingestuft wird, steigert sich auf 29,4 Prozent (23,5). Das BSW kommt aus dem Stand auf 13,4 Prozent. Die CDU sackt ab auf 12 bis 12,1 Prozent (15,6). Die Grünen verlieren massiv und landen bei 4,1 bis 4,2 Prozent (10,8). Die Linke rutscht auf 3 Prozent ab (10,7). BVB/Freie Wähler kommen auf 2,6 Prozent (5,0), die FDP liegt laut ARD-Hochrechnung bei unter einem Prozent. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ist im Kampf um das Direktmandat dem AfD-Politiker Steffen Kubitzki denkbar knapp unterlegen. Kubitzki erhält 11.562 Stimmen - Woidke genau sieben Stimmen weniger, nämlich 11.555.