Schock nach AnschlagsversuchWeitere Drohne und Sprengstoff an Leipziger Flughafen entdeckt

Ukrainische Antonov werden am Flughafen Leipzig/Halle gewartet. Nach dem Drohnenvorfall in der vergangenen Woche laufen die Ermittlungen. Die für einen Angriff ausgerüstete Drohne war nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine sichergestellt worden. Die Sicherheitsbehörden sind alarmiert, die Drohnenabwehr der Bundespolizei soll ausgebaut werden.
Die Drohnen sollten laut Ermittlern ukrainische Antonov-Flugzeuge angreifen. (Archiv)
picture alliance/dpa / Hendrik Schmidt

Dieser Anschlagsversuch nimmt immer größere Ausmaße an.
Der Flughafen Leipzig entgeht vor drei Wochen knapp einer Katastrophe. Wie jetzt bekannt wird, kommen bei dem Anschlagsversuch nicht nur eine, sondern mehrere Sprengstoff-Drohnen zum Einsatz. Wie WDR, NDR und SZ berichten, haben Ermittler jetzt ein weiteres Fluggerät mit Sprengstoff gefunden.

Anschlagsversuch offenbar mit drei Drohnen

Am Leipziger Flughafen wird Anfang August zunächst eine Drohne mit Sprengstoff gefunden. Sie soll den Ermittlern zufolge ein ukrainisches Frachtflugzeug zum Ziel gehabt haben. Doch der Angriff misslingt, der Zünder der Bombe sei offenbar defekt gewesen.

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Der Staatsschutz des Bundeskriminalamts (BKA) ermittelt derzeit zu den Hintergründen. Nach aktuellem Stand sei der Anschlagsversuch mit mehreren Drohnen geplant gewesen. Nach Informationen von WDR, NDR und SZ sei eine erste Drohne auf dem Flughafengelände gefunden worden. Eine zweite Drohne könnte demnach mit einem DHL-Flugzeug kollidiert sein. Wie jetzt bekannt wird, soll es aber noch eine weitere Drohne gegeben haben.

Drohnen wohl mit militärischem Sprengstoff ausgestattet

Das dritte Fluggerät soll nach Angaben aus Sicherheitskreisen am frühen Abend des 14. August gefunden worden sein, so WDR, NDR und SZ. Demnach sei die Drohne auf einem Feld im Kabelsketal im Saale-Kreis (Sachsen-Anhalt) gefunden worden, der an den westlichen Teil des Leipziger Flughafens grenzt.

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An der Fundstelle sollen Kriminaltechniker des BKA eine Substanz festgestellt haben, bei der es sich um 50 Gramm eines militärischen Sprengstoffs handeln könnte. Das lasse vermuten, dass die Täter einen größeren Anschlag geplant hatten, als bislang angenommen, heißt es. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft habe sich laut der Medien bisher nicht auf eine Anfrage dazu geäußert.

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Ermittler gehen DNA-Spuren nach

In der Nacht des 4. August wird um 23.42 Uhr eine Drohne auf dem Gelände des Flughafens Leipzig entdeckt. Eine DHL-Maschine muss aufgrund der sofortigen Sperrung des Flughafens ihren Landeanflug abbrechen. Dabei stößt das Flugzeug gegen 0.03 Uhr mit der zweiten Drohne zusammen. Die DHL-Maschine wurde nach der Kollision nach Hannover umgeleitet und untersucht.

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Unklar ist bislang, wie der Anschlag ablaufen sollte und wer dahinterstecken könnte. Sicherheitskreise vermuten, dass russische Geheimdienste bei der Planung eine Rolle gespielt haben könnten. Russland weist die Verantwortung dafür öffentlich zurück. Derzeit gehen Ermittler mehreren Spuren nach, die unter anderem auf gefundener DNA beruhen, heißt es. (okr)

Verwendete Quellen: Tagesschau.de