Drohnen-Drama in Leipzig Ermittler suchen nach einem zweiten mysteriösen Gegenstand

Noch immer sind viele Fragen offen!
Einen Tag nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle dauern die Ermittlungen an. Die Suche nach einem zweiten unbekannten Gegenstand soll in den Morgenstunden fortgesetzt werden, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen.

Kriminaltechniker der Polizei (hinten r) bereiten den Einsatz eines Sprengroboters in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs auf dem Flughafen Leipzig/Halle vor. Die sächsische Polizei hat die Ermittlungen zum nächtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle übernommen. +++ dpa-Bildfunk +++
Kriminaltechniker der Polizei (hinten r) bereiten den Einsatz eines Sprengroboters in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs auf dem Flughafen Leipzig/Halle vor. Die sächsische Polizei hat die Ermittlungen zum nächtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle übernommen. +++ dpa-Bildfunk +++
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Gab es eine zweite Drohne am Leipziger Flughafen?

Die Drohne mit der Sprengvorrichtung war in der Nacht zum Mittwoch auf der Start- und Landebahn „Südpiste” am Flughafen Leipzig/Halle entdeckt worden. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.

Lese-Tipp: Wollte jemand mit einer Sprengstoff-Drohne ein Flugzeug in die Luft jagen?

Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, nachdem das Flugzeug wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn wieder durchgestartet sei. Bei der Maschine seien nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt worden, hieß es. Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sagte, es werde noch nach Teilen einer möglichen zweiten Drohne gesucht.

Dobrindt spricht von „hybriden Anschlagsszenario”

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Mittwochabend von einer „neuen Gefahrenqualität” und einem „hybriden Anschlagsszenario” gesprochen. Er unterbrach seinen Italien-Urlaub und machte sich auf den Weg zu dem Flughafen. Dort erklärte er, man müsse von einem „sehr ernsten sicherheitsrelevanten Vorfall” ausgehen. Ähnliche Versuche seien auch künftig nicht auszuschließen. Deutschland werde aber das Netz seiner Sicherungsmaßnahmen weiter schließen. Dazu gehöre auch die aktive Drohnenabwehr. Wer hinter dem Vorfall stehe, müsse jetzt geklärt werden. Spekulationen darüber könnten falsch sein. Klar sei aber, dass es sich nicht um Amateure gehandelt habe.

Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister, spricht bei einer Pressekonferenz in einem Terminal des Flughafens Leipzig/Halle. Nach einem nächtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle haben Spezialisten der Bundespolizei eine Sprengvorrichtung entschärft. +++ dpa-Bildfunk +++
Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister, spricht bei einer Pressekonferenz in einem Terminal des Flughafens Leipzig/Halle.
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Was wissen die Ermittler über die mögliche Sprengstoff-Drohne?

Das Landeskriminalamt Sachsen erklärte, ein Mitarbeiter des Flughafens habe die Drohne mit der Sprengvorrichtung im Sicherheitsbereich in der Nähe der Südpiste entdeckt. Daraufhin sei der Flugbetrieb zunächst komplett eingestellt worden. Mit Unterstützung der Bundespolizei und eines Sprengstoffroboters sei der Gegenstand untersucht worden. Spezialisten hätten anschließend den Zünder entfernt.

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Die Ermittler bestätigten zudem, dass eine DHL-Frachtmaschine nach dem Start mit einem „mutmaßlich zweiten unbekannten Flugobjekt” zusammengestoßen sei. Die Maschine musste wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn durchstarten. Sie konnte sicher in Hannover landen, wo leichte Beschädigungen festgestellt wurden.

Die Ermittler bestätigten zudem, dass eine DHL-Frachtmaschine nach dem Start mit einem „mutmaßlich zweiten unbekannten Flugobjekt” zusammengestoßen sei. Die Maschine musste wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn durchstarten. Sie konnte sicher in Hannover landen, wo leichte Beschädigungen festgestellt wurden. (jgr, mit dpa, Reuters)

Verwendete Quellen: dpa, Reuters