Schocknachricht für Mitarbeiter und Fans der ModemarkeEsprit schließt alle Filialen in Deutschland

Ladenlokal von Esprit
Alle Filialen von Esprit werden bis zum Jahresende geschlossen.
Sebastian Kahnert/dpa

Paukenschlag in der Modewelt!
Der Modekonzern Esprit schließt bis zum Jahresende alle seine 56 Filialen in Deutschland. Was bedeutet das jetzt für die Mitarbeiter und für uns Kunden?

Etwa 1.300 Mitarbeiter von Esprit verlieren ihren Job

Ein bitterer Tag für alle, die bei Esprit arbeiten: Etwa 1.300 Mitarbeiter verlieren ihren Job, wie die Deutsche Presse-Agentur erfuhr. Die Markenrechte für das insolvente europäische Geschäft sollen an den britischen Finanzinvestor Alteri verkauft werden.

Zum Kaufpreis wollte Esprit keine Angaben machen. Die Gesellschaften sollen demnach abgewickelt, die Produkte in den Filialen abverkauft werden. Der Finanzinvestor übernimmt nicht das operative Geschäft, also weder Filialen noch Arbeitnehmer. Die Stellen in den Läden und der Zentrale in Ratingen fallen dadurch weg. Der Gläubigerausschuss der sieben insolventen deutschen Esprit-Gesellschaften habe eine entsprechende Mitteilung unterzeichnet, teilt das Unternehmen mit.

Wie konnte es zu dieser Schieflage kommen? RTL-Finanzexperte Frank Mayer: „Das Marktgeschehen oder das Marktumfeld ist auch weiter schwierig bzw. herausfordernd. Und da wird man seine Rechnung gemacht haben. Die Kosten waren im Vergleich zum Umsatz wahrscheinlich zu hoch. Und die Inflation sorgt dafür, dass die Leute weniger Geld in der Tasche haben. Die halten sich dann zurück und dann muss es eben nicht die 17. Hose und auch nicht die 23. Bluse sein. Dann reichen eben auch 21.” Auch die Kostenseite werde ein Übriges tun: „Wenn die Kosten aus dem Ruder laufen, wie zum Beispiel auch durch langfristige Mietverträge, dann steht am Ende eben die Insolvenz.” Die ganze Einordnung im Video.

Lese-Tipp: Kaufhauskette Sinn meldet Insolvenz an - wie es jetzt weiter geht

Die Marke Esprit soll es aber weiter geben

Aber: Esprit soll als Marke in absehbarer Zeit weitergeführt werden, heißt es. Produkte unter dem Label würden demnach weiter hergestellt und in Deutschland verkauft – in welcher Form, ist bisher nicht bekannt. Alteri gehört unter anderem das Modeunternehmen CBR Fashion mit den Marken Street One und Cecil.

Lese-Tipp: Hier produzieren KiK, H&M oder Zara: Unruhen in Bangladesch – wird unsere Mode jetzt teurer?

Die Esprit Europe GmbH sowie sechs weitere Gruppengesellschaften des Modekonzerns hatten im Mai einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt. Das Verfahren war am 1. August vom Amtsgericht Düsseldorf eröffnet worden. Die Esprit Europe GmbH ist die Obergesellschaft für Esprit in Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich, die skandinavischen Länder, Polen und Großbritannien. Einkauf und Vertrieb sind in diversen europäischen Tochter- und Enkelgesellschaften organisiert.

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Geschäfte im Ausland sind nicht betroffen

Esprit ist weltweit in rund 40 Ländern aktiv. Die Geschäfte außerhalb von Europa sind von der Insolvenz nicht betroffen. Die Hauptgesellschaft des Konzerns, die Esprit Holding, sitzt in Hongkong. Deutschland ist jedoch der wichtigste Markt für den Konzern.

Der Modekonzern Esprit hatte bereits im Jahr 2020 ein Schutzschirmverfahren für mehrere deutsche Gesellschaften beantragt. Damals waren rund 50 Filialen in Deutschland geschlossen worden, etwa 1100 Stellen wurden gestrichen.

Playlist 50 Videos

Ihr liebt Dokumentationen? Werdet bei RTL+ fündig!

Die SMS-Betrüger Per WhatsApp oder SMS geben sich Kriminelle unter einer „neuen” Nummer als Kinder aus, um an das Geld der Eltern zu kommen. Wer steckt hinter dieser Masche? Wo landet das ergaunerte Geld? Und was macht die fiese Abzocke mit den Opfern?

Das Attentat auf JFK - Stunden, die die Welt veränderten: Mithilfe von Augenzeugenberichte und seltener Archivmaterialien schlüsselt der Dokumentarfilm die Stunden unmittelbar vor und nach Kennedys Ermordung auf und zeigt den Schock und die Trauer, die im ganzen Land und der Welt ausbrach.

Der Nahostkonflikt: Wie alles begann: Die Reihe beleuchtet eine fast vergessene Periode in der Geschichte Israels - das britische Mandat. Jüdische, arabische und britische Wissenschaftler versuchen zu beantworten, wie und warum der bis heute andauernde Nahostkonflikt begann.