Fünf weitere Männer angeklagt Philip Young (49) betäubte und vergewaltigte seine Ehefrau Joanne 13 Jahre lang immer wieder

Der Fall erinnert an die Taten von Dominique Pelicot!
Vor einem Gericht im südenglischen Winchester gesteht der 49-jährige Philip Young am Freitag (23. Januar). Die Vorwürfe gegen ihn sind schwerwiegend. 13 Jahre lang soll er seine damalige Ehefrau Joanne in Swindon immer wieder mit Drogen betäubt und dann vergewaltigt haben. Mit ihm stehen noch weitere Männer vor Gericht.
Auch andere Männer sollen die betäubte Frau vergewaltigt haben
Philip Young bekannte sich in 48 der 56 Anklagepunkte schuldig, darunter Vergewaltigung, Voyeurismus und die Verabreichung von Betäubungsmitteln. Den Vorwurf des Besitzes von Kinderpornografie wies der Angeklagte zurück.

Die Taten sollen sich laut den Ermittlungsbehörden zwischen den Jahren 2010 und 2023 ereignet haben. Und offenbar hat er nicht alle davon allein begangen. Fünf weitere Männer im Alter zwischen 31 und 61 Jahren sind ebenfalls wegen Vergewaltigung und weiterer Sexualdelikte gegen Youngs Exfrau angeklagt. Joanne hat sich inzwischen von Philip scheiden lassen. Vier der Mitangeklagten streiten alle Vorwürfe ab und plädierten auf nicht schuldig. Der fünfte Mann gab bislang keine Erklärung ab.

Polizei sucht nach weiterem Verdächtigen im Vergewaltigungsfall Young
Nach einem weiteren Verdächtigen, den die Polizei auf Aufnahmen der Taten ausmachen konnte, wird immer noch gesucht. Die Wiltshire Police veröffentlichte am Freitag (23. Januar) Fahndungsfotos des Unbekannten. Die Bilder sollen im April oder Mai 2022 entstanden sein und zeigen einen Mann mit starker Körperbehaarung. „Wir sind uns der drastischen Natur dieser Bilder bewusst und wissen, dass sie für manche Menschen verstörend sein können. Dennoch benötigen wir die Hilfe der Öffentlichkeit, um diesen Mann zu identifizieren”, teilte die Polizei mit.

Joanne Young verzichtet auf anonymen Prozess
Joanne Young verzichtete laut Polizei nach intensiven Gesprächen mit den Ermittlern und Betreuungsdiensten für Opfer von Straftaten auf ihr Recht auf Anonymität. „Ich möchte sie wirklich würdigen für ihren unglaublichen Mut während dieses gesamten Prozesses”, sagte Chefermittler Geoff Smith. „Jo” werde weiter von speziell ausgebildeten Beamten unterstützt.
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Der Fall der Britin erinnert an den der Französin Gisèle Pelicot, die jahrelang von ihrem damaligen Ehemann Dominique Pelicot mit Medikamenten betäubt und dann von ihm sowie von Männern vergewaltigt worden war, die er in Internetforen dazu eingeladen hatte.
Gisèle Pelicot hatte auf einen öffentlichen Prozess bestanden, „damit die Scham die Seite wechselt”, und war im Lauf des Verfahrens zu einer Symbolfigur für den Kampf gegen sexualisierte Gewalt geworden. Neben Dominique Pelicot wurden 50 weitere Männer zu Haftstrafen verurteilt. (jgr, mit AFP)
Solltet ihr unter sexueller Gewalt leiden, finden ihr Hilfe unter der kosten-losen Hotline 08000 – 116 016 oder unter www.hilfetelefon.de.
Verwendete Quellen: AFP, Wiltshire Police
































