Es ist 23:37 Uhr Ortszeit, als der Air Canada Flieger aus Montreal kommend in LaGuardia landet. Dieses Überwachungsvideo soll die Kollision zeigen.
72 Passagiere und vier Crewmitglieder sind an Bord, der Funkkontakt in den Minuten zuvor. Weil der Feuerwehrwagen wegen eines anderen Vorfalls im Einsatz ist, bittet der Fahrer einen Fluglotsen im Tower darum, die Landebahn vier überqueren zu dürfen. Der Fluglotse erteilt die Freigabe und bemerkt dann nur Sekunden später seinen Fehler, versucht den Truck noch zu stoppen.
„Stop! Stop, Stop, Stop, Stop!”
Vergebens. Es kommt zur Kollision. Das Flugzeug ist zu diesem Zeitpunkt noch schneller als 160 Stundenkilometer. Die beiden Piloten überleben den Crash nicht. Mehr als 40 Menschen werden verletzt. Eine Flugbegleiterin wird von den Einsatzkräften außerhalb des Flugzeugs gefunden. Noch immer angeschnallt in ihrem Sitz. Sie ist schwer verletzt.
Jack Cabot war an Bord der Maschine. „Alle haben sich geduckt und nach kurzer Zeit geschrien. Wir haben keine Anweisungen bekommen, weil das Cockpit ziemlich zerstört wurde. Also hat jemand gesagt: Lasst uns zum Notausgang gehen, die Türen öffnen und alle rausspringen. Und genau das haben wir dann auch getan.“
Minuten nach dem Vorfall ein weiterer Dialog über Funk. Derselbe Fluglotse im Gespräch mit dem Piloten eines Flugzeuges.
„Das war kein schöner Anblick“, sagt der Pilot. „Ja, ich weiß. Ich habe versucht, sie zu erreichen. Wir hatten vorhin einen Notfall. Ich habe es vermasselt“, so der Fluglotse.
Du hast dein Bestes gegeben, antwortet ihm der Pilot.
Am späten Nachmittag liegen noch immer die Trümmerteile auf der Landebahn, das Wrack der Maschine unbewegt. Was genau passiert ist und warum der Fluglotse die Freigabe erteilte, ob der Tower womöglich unterbesetzt war. Die Nationale Verkehrssicherheitsbehörde wird das in ihren Ermittlungen jetzt klären müssen.
Verwendete Quellen: X: @airmainengineer, CNN, RTRS, CBS