Franzi G. Leidet jahrelang unter Dirk K. Dreieinhalb Jahre sind sie zusammen, dann trennt sich Franzi G. Von ihm, als sie erfährt, dass der 42-jährige sich an Minderjährigen vergangen haben soll. Er will noch ein klärendes Gespräch, doch dabei geht Dirk K. Auf sie los.
„Hat er mit einer Hand meine zwei Hände auf dem Rücken hat das festgehalten. Und ja, er hat mir halt meine Hose runtergezogen und mich dann so dahin geschmissen. Also so aufs Sofa und dann mit der anderen Hand dann.“
Die 37-jährige erzählt, dass es nicht der erste Missbrauch war. Schon zwei Mal während der Beziehung soll Dirk K sie vergewaltigt haben, doch er droht ihr. Sollte sie ihn anzeigen, ihr noch mehr anzutun?
„Ich bin jetzt der Meinung, es war systematisch Heranführen an eine gewalttätige Vergewaltigung.“
Erst nach dem dritten Mal traut sich Franzi G. Ihn anzuzeigen. Vor dem Landgericht Dresden muss er sich jetzt nicht nur wegen Vergewaltigung an seiner Ex, sondern weiterer mutmaßlicher Taten verantworten. Mehr als 20 Mal soll er Drogen an Minderjährige abgegeben haben, auch gegen Sex. Außerdem soll er seinen Rottweiler mehrfach gezielt auf Menschen gehetzt und diese so verletzt haben. Eines der Opfer, ein 7-jähriger Junge. Wir treffen seine Mutter.
„Ein 40 Kilo Hund ohne Leine. Hier spielen ständig Kinder. Fast jeden Tag. Der hatte immer so eine Kette an dem Hund dran. So eine. Die war vielleicht so lang, da hat er schon öfter mal auf den Hund drauf mit der Kette.“
Ein Sachverständiger hat den Rottweiler begutachtet.
„Ich habe bei dem Hund, bei dem Material, was ich sehen konnte, keinerlei aggressive Tendenzen feststellen können. Also hier kann man nur von einer von einem Animieren des Besitzers sprechen, einfach durch seinen normalen Umgang.“
Schon vor dem derzeitigen Prozess war Dirk K vor Gericht kein Unbekannter. Eine mehrjährige Haftstrafe hat er abgesessen.
Der Angeklagte ist durch das Landgericht Leipzig im Jahr 2017 wegen ähnlicher Straftaten also auch Abgabebetäubungsmittel an Minderjährige und auch eine Vergewaltigung war dabei zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. Er handelte sozusagen jetzt, soweit es sich beweisen und bestätigen wird, unter Führungsaufsicht, so dass in diesem Verfahren auch ein psychiatrischer Sachverständiger hinzugezogen wird.
2023 wird er erneut wegen gefährlicher Körperverletzung verurteilt, bekommt acht Monate auf Bewährung. Laut den Akten attestiert ihm ein Gutachter eine narzisstische Persönlichkeit. Er wird weiter als gefährlich eingestuft.
Franzi G.:
„Ich wünsche mir schon, dass er einfach weg. Weg. Lange weg. Am besten gar nicht mehr raus.“
Bislang schweigt Dirk K. Zu allen Vorwürfen Bei einer Verurteilung wegen Vergewaltigung drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung.