Erkrankung breitet sich weiter aus Zweite Uni meldete Meningitis-Ausbruch

Canterbury meningitis and septicaemia outbreak
Studenten der University of Kent in Canterbury stehen Schlange, um sich vorsorglich mit Antibiotika behandeln zu lassen.
AP, Gareth Fuller

Zwei Menschen sind schon gestorben!
Jetzt breitet sich die gefährliche Krankheit offenbar weiter aus. Eine zweite Universität im englischen Kent meldet einen Meningitis-Fall. Bei der Erkrankten handelt es sich um die 20 Jahre alte Tyra, die sich in einer Disco angesteckt haben soll, wie ihre Eltern britischen Medien erzählen.

Studentin (20) der Canterbury Christ Church University liegt im Krankenhaus

Nachdem es an der University of Kent bereits gemeldete Fälle von Ansteckungen mit Meningokokken B-Bakterien gegeben hatte, ist jetzt auch die Canterbury Christ Church University betroffen.

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„Die britische Gesundheitsbehörde (UKHSA) hat einen Fall von Meningokokken-Erkrankung bei einem Studenten der CCCU bestätigt. Wir haben die Betroffenen direkt kontaktiert“, heißt es auf der Website der Uni. Die direkten Kontaktpersonen seien informiert worden. Laut dem Sender BBC soll sich die betroffene Studentin im Krankenhaus befinden und in einem Stabilen Zustand sein.

Tyra ging es plötzlich immer schlechter

„Wir dachten, sie hat einfach nur Grippesymptome“, berichtet die Mutter der jungen Frau im Interview mit dem Sender. „Aber am Montag war sie dann richtig, richtig krank, in sich zusammengesunken, völlig kraftlos, also haben wir sie ins Krankenhaus gebracht.“ Dort wird die 20 Jahre alte Studentin jetzt behandelt.

Meningokokken B sind Bakterien, die schwere Hirnhautentzündungen (Meningitis) und Blutvergiftungen (Sepsis) auslösen können. Die Erkrankung kann sehr schnell verlaufen. Die Bakterien werden durch Tröpfcheninfektion zum Beispiel beim Husten, Niesen, oder Küssen übertragen. Die ersten Anzeichen einer Infektion sind oft grippeähnlich - Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Schüttelfrost, Abgeschlagenheit. Bei schwerem Verlauf kann es zu septischem Schock, Organversagen und Hirnschäden kommen.

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Tausende Menschen müssen jetzt Antibiotika nehmen

Tausende Menschen sollen mit einem gezielten Impfprogramm vorsorglich behandelt werden. Die Gesundheitsbehörden raten allen, die am 5., 6. Oder 7. März im „Club Chemistry“ in Canterbury feiern waren, sich Antibiotika verabreichen zu lassen. Dazu kommen Studenten und weitere enge Kontaktpersonen der Betroffenen.

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Bis Mittwoch gab es sechs bestätigte Meningitis-Fälle. Bei mehreren anderen Patienten besteht der Verdacht einer Ansteckung. Eine 18 Jahre alte Schülerin und ein Student der University of Kent sind an der Erkrankung gestorben. (mit dpa)

Verwendete Quellen: dpa, BBC, Canterbury Christ Church University