Erstversorgung endet in DramaTV-Produzentin ist gelähmt, weil Sanitäter falschen Knopf drückten

Meg Fozzard erlitt wegen eines Fehlers der Rettungskräfte eine Hirnschädigung.
Meg Fozzard erlitt wegen eines Fehlers der Rettungskräfte eine Hirnschädigung.
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Für Meg Fozzard hat sich ALLES verändert.
In ihrem Zuhause bricht die Engländerin plötzlich zusammen, erleidet einen Herzinfarkt. Panisch alarmiert ihr Partner den Rettungsdienst, der wenig später eintrifft. Doch anstatt die junge Frau zu retten, verschlimmern die Sanitäter die Situation – mit bleibenden und dramatischen Folgen für die Patientin.

Falsche Behandlung veränderte Megs Leben

Mit einer nicht genannten Geldsumme entschädigt der Nationale Gesundheitsdienst des Vereinigten Königreichs die TV-Produzentin inzwischen, gibt den Fehler zu, der Megs Leben für immer auf den Kopf stellt. Sie kämpft nach dem Vorfall mit einer Hirnschädigung, leidet unter Sprachproblemen sowie ständiger Erschöpfung und ist auf einen Rollstuhl angewiesen, wie der britische Mirror schreibt.

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All das sind Folgen eines Herzstillstands, den die damals 26-Jährige im April 2019 erleidet. Mit Atemnot und einem Krampfanfall ringt sie mit dem Tod, als ihr verängstigter Partner den Notruf wählt. Doch nachdem die Rettungskräfte eintreffen, erkennen sie keinen Herzstillstand – obwohl sie kurz zuvor genau darauf von der Notrufzentrale hingewiesen wurden!

Sanitäter drücken falschen Knopf

Britischen Medien zufolge schließen die Sanitäter die falsche Ausrüstung an, nutzen Überwachungsleitungen statt Defibrillationselektroden und bekommen nicht angezeigt, dass ein sofortiger Elektroschock dringend notwendig ist. Doch damit nicht genug.

Die Einsatzkräfte drücken zudem einen falschen Knopf an dem Gerät, wodurch sich der Notfallmodus um weitere vier Minuten verzögert. Insgesamt habe es acht Minuten länger gedauert, bis Meg den Elektroschock am Herzen erhält.

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Meg Fozzard erinnert sich an Zeit im Krankenhaus

„Es ist fast unmöglich, Worte zu finden, um die körperlichen und emotionalen Auswirkungen zu beschreiben, die es brauchte, damit zurechtzukommen”, erzählt Meg. „Anfangs hatte ich keine Ahnung, aber als das Ausmaß meiner Hirnverletzung immer deutlicher wurde, begann die Realität langsam zu mir durchzudringen. Der Moment im Krankenhaus, als mir klar wurde, dass mein Leben nie wieder dasselbe sein würde, war schwer. Damit hatte ich wirklich zu kämpfen.“

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Die Filmproduzentin war 14 Monate arbeitsunfähig.
Die TV-Produzentin war 14 Monate arbeitsunfähig.
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14 Monate kann die TV-Produzentin nicht mehr arbeiten, mittlerweile ist sie in Teilzeit in ihren Beruf zurückgekehrt, legt ihren Fokus auf Behindertenrechte. Nach der Entschädigung kann sie sich die Unterstützung einer Sprachtherapeutin, einer Physiotherapeutin und einer Ergotherapeutin leisten. Meg gelingt es nun, bis zu einer Stunde lang eigenständig zu stehen. Auch ihre kognitiven Fähigkeiten verbessern sich – doch der Schmerz über den vermeidbaren Schicksalsschlag wird wohl für immer bleiben.

Verwendete Quellen: Mirror, NewYorkPost