„Wir können nicht mehr draußen sein”Ehepaar verklagt Nachbarin, weil es dort immer stinkt

Der grausame Gestank raubt ihnen den Atem.
Seit über 40 Jahren wohnen Trudy und John Benjamin friedlich in ihrem Haus in Parkrose Heights im US-Bundesstaat Oregon. Doch seit letztem Sommer ist ihre persönliche Idylle die reinste Hölle auf Erden. Denn neben ihrer Einfahrt steht ein winziges Tiny House und verpestet die Luft so brutal, dass das Ehepaar jetzt vor Gericht zieht.
„Mein Gott, was ist das?”
Es beginnt schleichend, doch der Gestank auf dem Grundstück ihrer Nachbarin Karen Ward wird immer stärker. Trudy kann nach eigenen Angaben nicht einmal mehr unbeschwert in ihrem Garten arbeiten oder draußen entspannen. „Mein Mann ging vorbei, roch und sagte: ‘Mein Gott, was ist das?’”, erzählt die 67-Jährige Oregon Live. „Und ich sagte: ‘Ja, ich rieche das schon seit einer Weile.’” Auch Freunde hätten den Geruch wahrgenommen. Einer habe ihn sogar noch an ihrer Kleidung bemerkt.
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Krank durch die Dämpfe?
In ihrer Anklageschrift erheben die Benjamins schwere Vorwürfe. Demnach leiden die beiden unter Atemwegsbeschwerden, Übelkeit, Schwindel und heftigen Kopfschmerzen. John Benjamin soll wegen der Beschwerden mehrfach gestürzt sein. Laut Klage habe der 77-Jährige sich dabei so schwer am Knie verletzt, dass eine Operation notwendig wurde. Das Paar macht dafür die Dämpfe verantwortlich, die wohl aus der Toilette des Tiny Houses stammen sollen.
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Die Kläger denken, dass Inhalte einer Camping-Toilette ausgelaufen oder auf den Boden gelangt sein können. Ihr Anwalt Karl Anuta vermutet sogar, dass möglichweise giftige Gase entstanden seien, als versucht wurde, den Geruch zu neutralisieren.
Nachbarin räumt Leck ein
Schon vier Mal sollen die verzweifelten Rentner ihrer Nachbarin Karen Ward E-Mails geschrieben haben – ohne Erfolg. Die weist die Vorwürfe nicht direkt zurück, räumt jedoch ein, dass sich in dem Tiny House ursprünglich eine Wohnmobil-Toilette sowie ein mobiler Fäkalientank befunden hätten. Beide seien Ende April wegen eines Lecks entfernt worden, die notwendigen Reinigungsarbeiten würden noch folgen.

Für die Benjamins reicht das offenbar nicht. Sie bestehen darauf, dass das Tiny House entfernt oder zumindest erst wieder genutzt werden darf, wenn es an das öffentliche Abwassersystem angeschlossen ist. Außerdem verlangen sie eine gründliche Reinigung des betroffenen Bereichs. Denn der Gestank liege immer noch in der Luft. Deshalb verlangen die Eheleute nun Schadensersatz vom umgerechnet bis zu 170.000 Euro. Ein Gericht muss nun entscheiden, ob die Nachbarn am Ende aufatmen können. Bis dahin bleibt die Luft zwischen den Parteien – im wahrsten Sinne des Wortes – ziemlich dick. (nha)
Verwendete Quellen: People


























