Blumenmeer, Kerzen und Grußbotschaften„Zwei kleine Engel sind von uns gegangen“ – Dinslaken hält nach Unfalltod zweier Jungen (†12) inne

„Schock durch Dinslaken gegangen.”
Am Freitagmorgen (29. Mai) wird es in Dinslaken ganz still. In Gedenken an die beiden getöteten Zwölfjährigen, wird zwei Tage nach dem Unfall eine Schweigeminute für sie abgehalten. Die Anteilnahme nach dem tragischen Vorfall ist groß. An der Unfallstelle erstreckt sich ein Meer aus Blumen, Kerzen und Abschiedsbriefen.

Dinslakener trauern gemeinsam

In der Stadt herrschen Trauer und Entsetzen. „Wohin man auch schaut – überall drehen sich die Gespräche um den furchtbaren Unfall”, sagte Bürgermeister Simon Panke in einer Video-Botschaft. „Ein Schock ist durch Dinslaken gegangen.”

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Die Menschen fühlen mit den Betroffenen des Unfalls. Viele Betriebe, die 19 Schulen der Stadt und die gesamte Stadtverwaltung nehmen um 9.15 Uhr an der Gedenkminute teil. Gemeinsam wird es still in Dinslaken. „Es war sehr still im Rathaus und in der Stadt”, sagte eine Sprecherin. „Sogar der Gärtner vor dem Rathaus hat das Rasenmähen unterbrochen und innegehalten.”

Schweigeminute für Unfallopfer in Dinslaken

Seit dem Vorfall am Mittwoch (27. Mai) liegen Blumen und Kerzen an der Unfallstelle. Mit Briefen und kleinen Botschaften verabschieden sich viele Mitschüler und Dinslakener Bürger von den beiden Zwölfjährigen: „Zwei kleine Engel sind von uns gegangen“, titelt ein selbst gemachtes Bild. Auf einer Karte mit der Aufschrift „You will never walk alone“ steht in einer Kinderhandschrift: „Schenke ihnen Frieden, Herr Jesus”.

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Wie der Bürgermeister in einer Rede erklärt, habe die Feuerwehr ein Spendenkonto für die Angehörigen eingerichtet. Außerdem haben die Einsatzkräfte ein großes Zelt an der Unfallstelle aufgestellt, in dem Seelsorge und psychologische Beratung angeboten werden. Unterstützung gibt es auch an dem Gymnasium der verstorbenen Kinder. Dort ging der Unterricht am Freitag (29. Mai) mit starker Unterstützung durch den schulpsychologischen Dienst weiter.

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Polizei ermittelt gegen Unfallfahrerin

Eine 47-jährige Frau war am Mittwochmorgen mit ihrem Auto in eine Schülergruppe gefahren. Die Kinder waren zu diesem Zeitpunkt auf dem Weg zur Schule. Die beiden Zwölfjährige erliegen später im Krankenhaus ihren Verletzungen. Ein weiteres Kind wird leicht verletzt. Unfallursache könnte ein Ohnmachtsanfall der Frau gewesen sein. Das ist aber noch Gegenstand der Ermittlungen. Gegen die Frau wurde ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa