Nach tödlichem Unfall mit zwei Jungen (12) Tragödie in Dinslaken – Trauer und Anteilnahme in der Stadt kennen keine Grenzen

Die Stadt steht nach dem schrecklichen Unfall in Dinslaken unter Schock.
Am Mittwoch (27. Mai) kommen zwei zwölfjährige Jungen bei einem schweren Unfall ums Leben. Die Anteilnahme ist überall zu spüren: Am Unglücksort legen Menschen Blumen und Kerzen nieder, halten inne, weinen, beten. In sozialen Netzwerken melden sich hunderte Nutzerinnen und Nutzer zu Wort. Vereine und Verbände drücken ihr Mitgefühl aus und wünschen den Hinterbliebenen Kraft.
Um das Unbegreifliche irgendwie auszuhalten
Beileidsbekundungen, Briefe an die Familien mit Mut machenden Worten, Berichte über Fassungslosigkeit. Die öffentliche Trauer in Dinslaken ist enorm. „Voller Trauer beten wir für die Kinder, ihre Familien und Freunde“, postet die katholische Stadtkirche. Die Evangelische Kirchengemeinde veranstaltet einen Gedenkgottesdienst mit Notfallseelsorgern vor Ort. Die islamische Ditib-Gemeinde zeigt sich „tief betroffen“, schreibt die Neue Ruhr Zeitung. Etliche Vereine drücken ihre Trauer aus. „Tief bestürzt gedenken wir (...) der beiden zwölfjährigen Jungen, die (...) bei dem tragischen Unfall in Dinslaken ihr Leben verloren haben“, schreibt ein Hockeyverein. Fußballabteilungen senden „Kraft, Trost und Zusammenhalt in dieser schweren Zeit.“ Ein Sportclub schreibt: „Es gibt keine Worte, die diesen Schmerz beschreiben können. Unsere Gedanken sind bei den Familien, Freunden und allen Betroffenen.“
Herzaussetzer oder Ohnmacht die Ursache?
Am Mittwoch (27. Mai) erfasst eine Autofahrerin drei Jungen, die offenbar auf dem Weg zur Schule sind. Zwei davon sterben. Jetzt kommt raus: Die Fahrerin soll ein Gerät zur Herzüberwachung getragen haben. Experten werten die Daten aus. Die Staatsanwaltschaft eröffnet ein Ermittlungsverfahren gegen die Frau wegen fahrlässiger Tötung. Sie habe 2025 schon einmal nach einer plötzlichen Ohnmacht einen Unfall verursacht, teilte die Staatsanwaltschaft mit.
Lese-Tipp: Ermittlungen gegen Autofahrerin wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung
Für eine absichtliche Tat spreche nach derzeitigen Erkenntnissen nichts. Laut dpa könnte ein internistischer Notfall die Ursache gewesen sein. Bei solchen Notfällen wie kurzzeitigen Herzaussetzern oder Ohnmachtsanfällen könne es passieren, dass Autofahrer verkrampften und versehentlich das Gaspedal durchdrücken, erklären Unfallforscher.
Stadt will weitere Unterstützung anbieten
Die Stadt Dinslaken hat inzwischen weitere Hilfe angekündigt. Bürgermeister Simon Panke (SPD) schreibt bei Facebook, dass die betroffene weiterführende Schule durch verstärkte schulpsychologische Betreuung, Schulsozialarbeit und Seelsorge unterstützt werde. „Die ganze Schule braucht jetzt aber vor allem auch Zeit und Ruhe zur Aufarbeitung, dies gilt speziell für die Klassenkameraden der verstorbenen Kinder“, ergänzt er. Auch Augenzeugen verspricht er bei Bedarf seelsorgerische Unterstützung. Menschen hätten den schlimmen Unfall nahe der Schule mit ansehen müssen. Wer weitere psychologische Betreuung in Anspruch nehmen wolle, könne sich bei der Feuerwehr melden.

Auch den betroffenen Familien spricht der Bürgermeister sein aufrichtiges Beileid aus. „Für sie ist das Schlimmste eingetreten, was überhaupt passieren kann.“ Auch unter Mitschülern und Lehrkräften seien der Schock und der Schmerz riesig.
Verwendete Quellen: dpa, Tagesspiegel, nrz






























































