„Ein paar Zentimeter – und alles wäre anders gewesen”Von Wanderstock aufgespießt: Mann läuft mit Stange im Körper noch 16 Kilometer

Was David Cifaldi bei einer Wanderung in den Rocky Mountains erlebt, klingt wie ein Albtraum.
Ein Trekkingstock bohrt sich durch den Oberkörper des 32-Jährigen. Doch statt aufzugeben, kämpft er sich mit der Stange im Körper noch rund 16 Kilometer bis ins Tal.
Die Spitze durchbohrte seinen Oberkörper
David Cifaldi war gemeinsam mit zwei Freunden auf dem Weg zum Granite Peak, dem höchsten Berg Montanas. In rund 3.600 Metern Höhe rutschte der Notaufnahme-Pfleger auf Felsen aus und stürzte auf seinen Trekkingstock. Die Spitze durchbohrte seinen Oberkörper und ragte auf beiden Seiten wieder heraus.
Trotz der schweren Verletzung bewahrte der 32-Jährige einen kühlen Kopf. Gegenüber dem US-Sender KTMF erklärte er später:„Sobald ich einschätzen konnte, dass die Situation im Moment nicht lebensbedrohlich war, war ich überzeugt, dass ich den Berg aus eigener Kraft herunterkommen würde.“
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Gemeinsam mit seinen Begleitern entschied er, den Trekkingstock keinesfalls zu entfernen. Während einer seiner Freunde per Satellitenkommunikation Rettungskräfte alarmierte, unterstützte ihn der andere beim gefährlichen Abstieg über Felsen und Schneefelder.
Sechseinhalb Stunden bis ins Tal
Nach Angaben seiner Begleiter blieb Cifaldi während der gesamten Tour bemerkenswert gefasst. In der Nähe des Mystic Lake habe er sogar darum gebeten, andere Wanderer – insbesondere Familien mit Kindern – vorzuwarnen, damit niemand seine schwere Verletzung sehen müsse.
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Erst nach rund 16 Kilometern und etwa sechseinhalb Stunden erreichte die Gruppe den Ausgangspunkt der Wanderung. Von dort ging es mit dem Rettungsdienst weiter ins Krankenhaus. Erst nach einer rund zweistündigen Fahrt konnten Ärzte den Trekkingstock entfernen.
Da den 32-Jährigen nun hohe Behandlungskosten erwarten, haben Freunde eine Spendenaktion auf der Plattform GoFundMe gestartet. Nach Angaben der Organisatoren kamen bereits rund 2.800 US-Dollar zusammen, um ihn finanziell zu unterstützen.
Auf dem Weg der Besserung
Mittlerweile befindet sich der 32-Jährige auf dem Weg der Besserung. Wie knapp er dem Tod entging, ist ihm allerdings bewusst. „Ich schätze mich sehr glücklich. Ein paar Zentimeter in die andere Richtung, und die Geschichte wäre ganz anders verlaufen“, sagte Cifaldi.


