Tragisches Ende einer jahrelangen HoffnungSiamesische Zwillinge nach 15-Stunden-OP endlich getrennt – doch sie überleben nur Minuten

Auf diesen Moment hat ihre Familie so lange gehofft.
Nach mehreren Operationen gelingt es Ärzten in Brasilien, die am Kopf zusammengewachsenen Zwillinge Helena und Heloísa endgültig zu trennen. Doch nur wenige Minuten später nimmt der Eingriff eine tragische Wendung.
Helena und Heloísa überleben nach Trennung nur wenige Minuten
15 Stunden lang kämpfen Ärzte im Hospital das Clínicas im brasilianischen Ribeirão Preto um die beiden Mädchen. Am Ende gelingt die hochkomplizierte Operation: Die zweieinhalb Jahre alten Zwillinge sind vollständig voneinander getrennt und teilen keinen gemeinsamen Blutkreislauf mehr.
Doch genau in diesem Moment verschlechtert sich ihr Zustand dramatisch. Wie das brasilianische Nachrichtenportal g1 unter Berufung auf das Krankenhaus berichtet, überlebt Helena nach der Trennung nur noch etwa zwei Minuten, Heloísa zwölf Minuten.
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Beide Mädchen erleiden einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Das medizinische Team versucht jeweils rund 25 Minuten lang, sie wiederzubeleben – vergeblich. Helena wird um 23.37 Uhr für tot erklärt, bei ihrer Schwester Heloísa stellen die Ärzte um 23.51 Uhr den Tod fest.

Fünf Operationen sollten Helena und Heloísa ein getrenntes Leben ermöglichen
Der lange Weg zur Trennung hatte bereits im August 2025 begonnen, wie g1 berichtet. Weil Helena und Heloísa am Kopf zusammengewachsen zur Welt gekommen waren, teilten die Ärzte den komplizierten Eingriff in mehrere Etappen auf.
In insgesamt fünf Operationen wurden gemeinsame Strukturen Schritt für Schritt getrennt und die Köpfe auf den letzten Eingriff vorbereitet. Dieser sollte eigentlich bereits vor rund einem Monat stattfinden, wurde jedoch abgesagt, weil es Helena und Heloísa gesundheitlich nicht gut genug ging.
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Dieses Mal hätten sich die Mädchen dagegen in der bestmöglichen Verfassung befunden, erklärt Anästhesist Luis Vicente Garcia. Die Ärzte hofften, nach der vollständigen Trennung jedes Kind einzeln stabilisieren zu können. Doch es kommt anders.
„Als der Chirurg sagte: ‚Sie sind getrennt, sie teilen sich keinen gemeinsamen Blutkreislauf mehr‘, verschlechterte sich der Zustand beider“, schildert Garcia den entscheidenden Moment.
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Nach der Trennung! Körper der siamesischen Zwillinge halten Belastung nicht mehr stand
Die Mädchen seien gesundheitlich bereits stark geschwächt gewesen, erklärt der plastische Chirurg Jayme Farina Júnior laut g1. Beide hatten unter anderem mehrfach Lungenentzündungen durchgemacht, benötigten einen Luftröhrenschnitt und wurden über eine Magensonde ernährt.
Während der 15-stündigen Operation kämpften die Ärzte zudem immer wieder mit starken Schwankungen des Blutdrucks. Das Team bekommt diese laut Angaben des Krankenhauses zunächst unter Kontrolle, wie g1 berichtet. Nach der endgültigen Trennung gelingt das aber offenbar nicht mehr.
„Im Moment der endgültigen Trennung konnten ihre Körper dieser Instabilität nicht mehr standhalten“, schildert der Chirurg laut g1. Kurz darauf kommt es zu den Herzstillständen.
Für die Familie endet die jahrelange Hoffnung damit in einer Tragödie. Helena und Heloísa werden einen Tag nach ihrem Tod in São José dos Campos beigesetzt, wo ihre Familie lebt.
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Erstmals endet eine solche Trennung an dieser brasilianischen Klinik tödlich
Helena und Heloísa sind bereits das dritte Paar sogenannter Kraniopagus-Zwillinge, das im Hospital das Clínicas in Ribeirão Preto behandelt wird. So werden Zwillinge bezeichnet, die am Kopf miteinander verbunden zur Welt kommen.
In den beiden vorherigen Fällen konnten die Kinder erfolgreich getrennt werden. Helena und Heloísa sind laut g1 die ersten Zwillinge, bei denen ein solcher Eingriff an der Klinik tödlich endet.
Verwendete Quellen: g1
































