Schwarz, rot, getigert, dreifarbig oder weißDAS sagt die Farbe eurer Katze über ihren Charakter aus

Sie sind verschmust, verspielt oder kleine Chaoten – und natürlich ist jede Katze einzigartig.
Trotzdem sind viele Katzenfans überzeugt: Die Fellfarbe verrät oft mehr über den Charakter eures Stubentigers, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Wir verraten, welche Charaktereigenschaften den einzelnen Fellfarben nachgesagt werden – und was die Wissenschaft zu diesen Klischees sagt!
Getigert gemusterte Katzen sind besonders sozial
Getigerte Muster stehen für Abenteuerlust, Offenheit und Neugier. Katzen mit dieser Fellfarbe sind also echte Entdecker. Ihnen wird nachgesagt, dass sie gerne soziale Kontakte knüpfen, also anderen Katzen gegenüber offen und freundlich sind. Sie gelten zudem als stressresistent und familienfreundlich – die perfekte Katze für alle, die Kinder haben!

Durch ihre Aufgewecktheit und Neugier solltet ihr die Schmusetiger gut im Blick haben: Sie gehen gerne auf fremde Menschen zu, statt sich scheu zu zeigen.
Lese-Tipp: Welchen Persönlichkeitstyp hat Ihre Katze?
Weiße Katzen sind ruhigere Wegbegleiter
Die schneeweiße Katze weiß genau, was sie will – und vor allem, was sie nicht will. Weiße Katzen gelten oft als scheu, desinteressiert und wählerisch. Sie stolzieren durch ihr Reich und haben alles und jeden im Visier.

Sie gelten zwar nicht als besonders schmusebedürftig, ist die Aufmerksamkeit von Frauchen oder Herrchen aber mal nicht auf ihrer Seite, zeigen sie mit Charme, dass sie sehr wohl verschmust liebevoll sie sein können. Denn auch, wenn sie wie edle Diven durch euer Haus schreiten: Weiße Katzen sind ruhig, sanftmütig und laut manchem Katzenbesitzer auch sensibler als ihre andersfarbigen Artgenossen. Viele sehen weiße Katzen daher als ideale Begleiter gerade für ältere Menschen an.
Video-Tipp: Wieso leben Katzen eigentlich mit uns zusammen?
Glückskatzen? Tricolor Cats werden wegen ihres Charakters besonders geliebt
Dreifarbige Katzen – auch Glückskatzen genannt – haben den Ruf, besonders selbstbewusst und temperamentvoll zu sein. Viele Halter beschreiben sie als kleine Charakterköpfe, die genau wissen, was sie wollen: Ob Kuscheleinheit oder Spielrunde – häufig geben sie den Takt vor und machen auch deutlich, wenn sie lieber ihre Ruhe genießen möchten.

Viele Glückskatzen gelten außerdem als ausgesprochen gesprächig. Mit unterschiedlichen Lauten machen sie auf sich aufmerksam und teilen ihren Menschen mit, wenn sie Hunger, Langeweile oder einfach Redebedarf haben.
Trotz ihres eigenwilligen Wesens werden sie von ihren Besitzern häufig als sehr verschmust und loyal beschrieben – oft bauen sie dabei eine besonders enge Beziehung zu einer bevorzugten Bezugsperson auf.
Lese-Tipp: Hitzschlag bei Hund und Katze – an diesen Symptomen erkennt ihr, ob euer Haustier in Gefahr ist
Graue Katzen haben einen fürsorglichen Charakter
Die graue Katze ist nicht so unnahbar, wie ihre elegante Fellfärbung zunächst vermuten lässt: Samtpfoten mit silbergrauer Farbe werden häufig ein gelassenes und überlegtes Wesen nachgesagt. Statt unüberlegt loszustürmen, schauen sie sich neue Situationen oft erst einmal genau an. Viele Katzenhalter erleben ihre grauen Vierbeiner deshalb als ruhige Begleiter, die lieber beobachten als im Mittelpunkt stehen.

Hat eine graue Katze ihr Herz einmal verschenkt, zeigt sie ihre Zuneigung meist auf leise, aber sehr fürsorgliche Art. Sie begleitet ihre Menschen durch den Alltag, sucht ihre Nähe und genießt gemeinsame Kuschelmomente. Gleichzeitig schätzt sie ihre Rückzugsorte und entscheidet selbst, wann sie Gesellschaft möchte und wann sie lieber für sich ist.
Schwarze Katzen sind im Gegensatz zum weitverbreiteten Mythos keine Unglücksbringer
Schwarze Katzen gelten als Unglücksboten. Eine Vorstellung aus dem Mittelalter: Läuft sie einem über den Weg, wird man vom Pech verfolgt. Alles Quatsch! Schwarze Katzen werden nicht ohne Grund von ihren Besitzern so geliebt: Sie sollen besonders menschenbezogen sein, regelmäßige Streicheleinheiten und Aufmerksamkeit von ihrem „Dosenöffner” lieben.

Fremden gegenüber sollen manche schwarze Katzen allerdings zunächst eine gewisse Scheu zeigen. Sobald diese jedoch abgeklungen ist, beweist die dunkle Samtpfote schnell, welch freundliches Wesen in ihr steckt!
Rote Katzen haben einen einzigartigen Charakter
Rote Katzen gelten als die sozialsten Katzen. Sie sind verspielt, verfressen, aber auch sehr neugierig und abenteuerlustig – die Extrovertierten unter den Samtpfoten! Die roten Tiger „unterhalten” sich liebend gern mit ihrem Besitzer und sind sehr menschenbezogen. Wegen dieser engen Bindung ist es besonders leicht, roten Katzen kleine Tricks beizubringen. Sie können zum Beispiel sehr schnell apportieren lernen – wenn sie denn wollen.

Denn auch wenn sie besonders smart sind, können sie auch kleine Trotzköpfe sein. Wenn sie etwas nicht wollen, wollen sie es eben nicht. Doch Besitzer von roten Katzen lieben genau diese Eigenwilligkeit!
Hat die Fellfarbe eurer Katze tatsächlich einen Einfluss auf ihre Persönlichkeit?
Leider nein: Wissenschaftlich konnte bislang kein direkter Zusammenhang zwischen Fellfarbe und der Persönlichkeit der Katze festgestellt werden. Allerdings zeigen Studien, wie die eines Forschungsteams der Universität Nuevo León in Mexiko, dass ihre Besitzer ihren Katzen eben anhand der Fellfarbe bestimmte Charaktereigenschaften zuschreiben – ein möglicher Zusammenhang entsteht damit wohl eher in den Köpfen der Halter!
Deutlich besser erforscht ist dagegen, wodurch die Persönlichkeit einer Katze tatsächlich geprägt wird. Eine groß angelegte Studie der Universität Helsinki mit mehr als 4.300 Katzen zeigt, dass Samtpfoten – ähnlich wie wir Menschen – über stabile Persönlichkeitsmerkmale verfügen. Dazu zählen unter anderem Ängstlichkeit, Verspieltheit, Kontaktfreudigkeit gegenüber Menschen oder anderen Katzen sowie Aggressivität.
Lese-Tipp: Diese 4 Katzenrassen sind perfekt für Anfänger
Nach Ansicht der Forschenden entsteht der individuelle Charakter durch das Zusammenspiel von genetischen Anlagen und Umwelteinflüssen. Entscheidend sind unter anderem die Erfahrungen in den ersten Lebenswochen, das Lebensumfeld und die Haltung der Katze.
Am Ende gilt deshalb: Die Fellfarbe mag für unterhaltsame Mythen sorgen – den Charakter einer Katze bestimmt sie nach aktuellem Forschungsstand aber nicht. Jede Samtpfote entwickelt ihre ganz eigene Persönlichkeit.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Cat Coat Color, Personality Traits and the Cat-Owner Relationship Scale, Reliability and Validity of Seven Feline Behavior and Personality Traits
































