Sekundäres Ertrinken ist völlig unterschätztDie unterschätzte Gefahr nach dem Schwimmen! Auf diese Symptome sollten Eltern achten

Das Kind wirkt nach dem Baden plötzlich müde, hustet oder atmet auffällig schnell?
Was harmlos erscheinen kann, sollte Eltern aufmerksam machen. Mediziner warnen vor dem sogenannten sekundären Ertrinken, das sogar Stunden nach einem Aufenthalt im Wasser auftreten kann.

Sekundäres Ertrinken – was ist das überhaupt?

Ein Tag im Freibad, am See oder am Meer endet meist mit glücklichen Kindern und jeder Menge Sommer-Erinnerungen. Doch Experten weisen auf eine Gefahr hin, die viele Familien gar nicht kennen. Beim sogenannten sekundären Ertrinken können Beschwerden erst Stunden nach dem Baden auftreten.

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Von sekundärem oder verzögertem Ertrinken sprechen Mediziner, wenn Wasser in die Lunge gelangt und dort eine Entzündungsreaktion auslöst. Das kann passieren, wenn ein Kind beim Spielen, Tauchen oder Rutschen unbemerkt Wasser einatmet. Besonders bei kleinen Kindern reichen laut Experten schon geringe Mengen aus, um Probleme zu verursachen. Die Folge können Schwellungen und Flüssigkeitsansammlungen in der Lunge sein, die die Sauerstoffversorgung des Körpers beeinträchtigen.

Lese-Tipp: DLRG über Gefahr im Wasser: „Kinder ertrinken in 90 Sekunden"

Symptome richtig deuten und schnell handeln

Happy laughing toddler boy having fun in a swimming pool
Prävention ist beim sekundären Ertrinken essenziell. Daher sollten Sie Ihr Kind beim Baden nicht aus den Augen lassen
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„Kinder, die nach einem Vorfall im Wasser auch nach einer beschwerdefreien Phase wieder anfangen zu husten, ungewöhnlich schnell atmen, teilnahmslos wirken oder deren Lippen sich verfärben, sollten umgehend in eine kinderärztliche Notfallaufnahme gebracht werden“, betont Kinder- und Jugendarzt Dr. Ulrich gegenüber n-tv.de.

uch Fieber, Erbrechen und Durchfall oder extreme Müdigkeit können Symptome sein. Der erste und wichtigste Schritt also: Benachrichtigen Sie den Rettungsdienst oder bringen Sie das Kind schnellstmöglich ins Krankenhaus. Dort kann dann eine Röntgenaufnahme sowie eine Blut-Analyse durchgeführt werden, um die Symptome richtig einzuordnen und entsprechende Hilfe zu leisten. Besonders kritisch kann Salzwasser sein. Fachleute erklären, dass dadurch zusätzliche Flüssigkeit aus dem umliegenden Gewebe gezogen wird. Auch Poolwasser kann in manchen Fällen Entzündungsreaktionen begünstigen.

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Auf diese Symptome sollten Eltern achten

Die Schwierigkeit besteht darin, dass betroffene Kinder zunächst völlig unauffällig wirken können. Erst später zeigen sich mögliche Warnsignale. Kinderarzt Dr. Ulrich warnt laut RTL.de vor folgenden Symptomen:

  • anhaltender oder neu auftretender Husten

  • ungewöhnlich schnelle Atmung

  • Teilnahmslosigkeit

  • verfärbte Lippen

  • starke Müdigkeit

  • Fieber

  • Erbrechen

Treten solche Beschwerden nach einem Badeunfall oder dem Verschlucken von Wasser auf, sollten Eltern nicht abwarten.

Im Zweifel sofort zum Arzt

Mediziner raten dazu, betroffene Kinder umgehend in einer kinderärztlichen Notaufnahme untersuchen zu lassen. Dort können Ärzte mithilfe von Untersuchungen feststellen, ob Wasser in die Lunge gelangt ist und eine Behandlung nötig wird. Schnelles Handeln kann dabei entscheidend sein.

Die beste Vorsorge bleibt Aufmerksamkeit

Experten betonen, dass die wichtigste Schutzmaßnahme weiterhin eine lückenlose Aufsicht am Wasser ist. Gerade Kleinkinder sollten selbst in flachen Becken oder am Ufer niemals unbeobachtet bleiben. Wer nach dem Baden ungewöhnliche Symptome bemerkt, sollte diese ernst nehmen und medizinisch abklären lassen.