Plötzlich selbst schwer krankKardiologe geht kerngesund wandern – Tage später fällt er wegen eines Blutsaugers ins Koma

Dr. Christian Pomiersky will andere vor der gefährlichen FSME-Infektion warnen
Dr. Christian Pomiersky will andere vor der gefährlichen FSME-Infektion warnen
Pfizer Pharma/Mike Schneider

Ein Stich verändert alles.
Ein Ausflug in die Alpen endet für Dr. Christian Pomiersky im Krankenhaus. Der Kardiologe aus Sigmaringen (Baden-Württemberg) infiziert sich nach einem Zeckenstich mit dem Virus der Frühsommer-Meningoenzephalitis, kurz FSME. Die schwere Erkrankung zwingt ihn, sein Leben völlig neu zu ordnen.

Zecke erst Stunden später entdeckt

Christian Pomiersky bemerkt den Stich bei seiner Wanderung im Sommer 2021 zunächst nicht. Im Interview erklärt er den Grund: „Zecken betäuben die Einstichstelle, man spürt den Stich also nicht.“ Erst Stunden später findet er das Tier. „Als ich die Zecke entfernte, war es – retrospektiv gesehen – schon zu spät”, resümiert der heute 72-Jährige, denn: „Das Tückische an FSME ist, dass das Virus sofort beim Einstich durch den Speichel der Zecke übertragen werden kann.”

Erst rund zwei Wochen vor dem Ausflug hatte der Mediziner seine erste FSME-Impfung erhalten. Diese ist laut Robert Koch-Institut der zuverlässigste Schutz vor einer Erkrankung. Für einen vollständigen Impfschutz sind aber drei FSME-Impfungen sowie regelmäßige Auffrischungen nötig. Christian Pomierskys Grundimmunisierung war somit noch nicht abgeschlossen.

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Zunächst fühlt sich der Arzt wie bei einer Grippe. Am nächsten Tag bekommt er sehr hohes Fieber und kommt in eine Klinik. Kurz darauf verliert er das Bewusstsein.

Video-Tipp: Was ist Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)?

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FSME-Erkrankung führt zu schweren Lähmungen

Beim Erwachen liegt der Arzt auf der Intensivstation. „Wenn man dann plötzlich auf der anderen Seite – also als Patient – steht, ist das ein Schock”, so Pomiersky. Er bemerkt massive neurologische Ausfälle. „In den ersten Monaten war ich sogar Tetraplegiker, also ich hatte an allen vier Gliedmaßen deutliche neurologische Defizite, wie zum Beispiel diffuse Lähmungen”, erinnert er sich.

Über Monate und Jahre kämpft sich Pomiersky zurück. Doch die Folgen bleiben. Er leidet bis heute unter schneller Erschöpfung sowie Gedächtnis- und Konzentrationsproblemen. Für längere Strecken braucht der 72-Jährige Stöcke. Auch seine eigene Praxis muss er aufgeben: „Ein einziger Moment in der Natur hat ausgereicht, um mein Leben so stark zu beeinflussen und meine hauptberufliche ärztliche Laufbahn mit eigener Praxis zu beenden. Das zeigt, wie unberechenbar und gefährlich dieses Virus ist.“

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Seine Geschichte soll andere schützen

Trotz bleibender FSME-Folgen gibt Dr. Christian Pomiersky nicht auf
Christian Pomiersky
Pfizer Pharma/Mike Schneider

Trotz allem trainiert der Kardiologe weiter auf dem Ergometer und im Fitnesscenter. Seine Familie und viele Bekannte ließen nach der Erkrankung ihren Impfschutz überprüfen.

Dr. Christian Pomiersky möchte nun andere Menschen vor einem ähnlichen Schicksal schützen: „Wenn ich durch meine Geschichte auch nur einen Menschen vor diesem FSME-Schicksal bewahre, hat es sich gelohnt.“

Verwendete Quellen: Pfizer