Zum Tag des hellen Hautkrebses am 13. SeptemberVerdacht auf weißen Hautkrebs? Bei diesen Hautveränderungen solltet ihr dringend zum Arzt

Eine raue Stelle, die einfach nicht verschwindet, ein unscheinbares Knötchen oder eine Wunde, die immer wieder blutet.
Weißer Hautkrebs kann ganz unterschiedlich aussehen. Zum Tag des hellen Hautkrebs erklären wir, welche Warnzeichen ihr kennen solltet, welche Vorstufen es gibt – und warum auch heller Hautkrebs gefährlich werden kann.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist weißer Hautkrebs?
- Wie sieht weißer Hautkrebs aus? Diese Symptome können auftreten
- Daran erkennt ihr ein Plattenepithelkarzinom
- Welche Vorstufen von weißem Hautkrebs gibt es?
- Video-Tipp: Franziska hatte weißen Hautkrebs – mit diesem Symptom ging sie zum Arzt
- Wie gefährlich ist weißer Hautkrebs – und kann er tödlich sein?
- Warum kann Hautkrebs tödlich werden? Das passiert im Körper
- Wie wird weißer Hautkrebs behandelt?
- Wie kann man weißem Hautkrebs vorbeugen?
- Wann sollte ich mit einer Hautveränderung zum Arzt?
Was ist weißer Hautkrebs?
Weißer oder heller Hautkrebs ist keine einzelne Erkrankung. Gemeint sind damit vor allem das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Beide unterscheiden sich vom malignen Melanom, dem sogenannten schwarzen Hautkrebs. Darauf weisen unter anderem der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) und das Bundesgesundheitsportal gesund.bund.de hin.
Einer der wichtigsten Risikofaktoren ist UV-Strahlung. Besonders häufig entstehen die Tumore deshalb an Körperstellen, die über viele Jahre immer wieder Sonne abbekommen. Auch Alter, Hauttyp und ein geschwächtes Immunsystem können eine Rolle spielen.
Wie sieht weißer Hautkrebs aus? Diese Symptome können auftreten
Das Tückische: Es gibt nicht den einen typischen Fleck, an dem sich weißer Hautkrebs zweifelsfrei erkennen lässt. Basalzellkarzinome und Plattenepithelkarzinome können bereits in einem frühen Stadium sehr unterschiedlich aussehen. Selbst für Ärzte ist allein anhand des Aussehens nicht immer eindeutig zu erkennen, um welche Veränderung es sich handelt, erklärt gesund.bund.de.
Ein Basalzellkarzinom zeigt sich laut Deutscher Krebsgesellschaft häufig als hautfarbenes bis rötliches Knötchen. Kleine Blutgefäße können an der Oberfläche sichtbar sein, um den Tumor kann sich ein perlschnurartiger Rand bilden. Andere Formen sehen dagegen wie rote Flecken oder narbenartige Veränderungen aus. Fortgeschrittene Basalzellkarzinome können Geschwüre bilden, nässen oder immer wieder leicht bluten.
Auch die Deutsche Krebshilfe beschreibt als mögliches frühes Zeichen einen kleinen, porzellanartigen beziehungsweise hautfarbenen Knoten mit feinen sichtbaren Blutgefäßen. Später könne sich die Mitte absenken, verkrusten und wiederholt bluten.
Daran erkennt ihr ein Plattenepithelkarzinom
Ein Plattenepithelkarzinom kann dagegen zunächst als raue und gerötete Hautstelle auffallen. Der Krebsinformationsdienst des DKFZ beschreibt mögliche Stellen als stark verhornt, schuppig oder deutlich verhärtet. Manche Veränderungen fühlen sich ähnlich wie Sandpapier an. Möglich sind außerdem Knoten oder geschwürartige Stellen. Im weiteren Verlauf können Krusten, Blutungen und Schmerzen hinzukommen.
Besonders häufig entsteht weißer Hautkrebs auf sogenannten Sonnenterrassen: Dazu zählen unter anderem Gesicht, Nase, Ohren, unbehaarte Kopfhaut und Lippen. Tumore können aber auch an Schultern, Armen, Dekolleté oder anderen Körperstellen auftreten. Deshalb empfiehlt der Krebsinformationsdienst, bei der Selbstkontrolle immer die gesamte Haut anzuschauen.
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Welche Vorstufen von weißem Hautkrebs gibt es?
Vorstufen gibt es vor allem beim Plattenepithelkarzinom. Dazu gehören die aktinische Keratose, die aktinische Cheilitis an der Lippe und Morbus Bowen. Das Basalzellkarzinom entsteht dagegen normalerweise ohne eine solche Vorläuferform. Das erklären sowohl gesund.bund.de als auch der Krebsinformationsdienst.
Eine aktinische Keratose kann als schuppiger Fleck, kleines Knötchen oder leichte Erhebung auftreten. Häufig ist die Stelle rötlich oder rotbraun verfärbt, oft finden sich mehrere Veränderungen nebeneinander. Befindet sich eine aktinische Keratose an der Lippe, kann diese schuppig und weißlich verändert erscheinen.
Morbus Bowen zeigt sich nach Angaben des Krebsinformationsdienstes meist als klar begrenzter, geröteter und schuppiger Hautfleck. Die Veränderungen können nur wenige Millimeter, aber auch mehrere Zentimeter groß sein. Durchbricht die veränderte Zellschicht die sogenannte Basalmembran und wächst in tiefere Hautschichten, ist daraus ein invasiver Hautkrebs entstanden.
Video-Tipp: Franziska hatte weißen Hautkrebs – mit diesem Symptom ging sie zum Arzt
Wie gefährlich ist weißer Hautkrebs – und kann er tödlich sein?
Die gute Nachricht zuerst: Früh erkannt lässt sich weißer Hautkrebs in den meisten Fällen gut behandeln. Das Bundesgesundheitsportal weist darauf hin, dass beide Hauptformen nur selten Tochtergeschwülste bilden. Allerdings verhält sich das Plattenepithelkarzinom aggressiver als das Basalzellkarzinom.
Basalzellkarzinome wachsen meist langsam und metastasieren nur sehr selten. Harmlos sind sie trotzdem nicht. Unbehandelt können sie immer tiefer in das umliegende Gewebe hineinwachsen und dieses zerstören. Nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft können dabei im fortgeschrittenen Stadium sogar Knorpel und Knochen betroffen sein.
Beim Plattenepithelkarzinom besteht ein etwas höheres Risiko für Metastasen. gesund.bund.de gibt an, dass bei ungefähr vier von 100 Betroffenen Tumorabsiedlungen entstehen. Das individuelle Risiko hängt allerdings unter anderem von Eigenschaften des Tumors und vom Immunsystem des Erkrankten ab.
Auch die Deutsche Krebsgesellschaft betont: Die meisten Plattenepithelkarzinome werden früh erkannt und lassen sich gut behandeln. Haben sich jedoch bereits Metastasen gebildet, verschlechtert sich die Prognose. Besonders bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem können aggressivere Verläufe auftreten.
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Warum kann Hautkrebs tödlich werden? Das passiert im Körper
Gefährlich wird Krebs vor allem dann, wenn Tumorzellen nicht mehr auf ihren ursprünglichen Entstehungsort begrenzt bleiben. Sie können sich vom Tumor lösen, sich über Lymph- oder Blutbahnen im Körper verbreiten und an anderen Stellen Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, bilden. Beim weißen Hautkrebs passiert dies zwar wesentlich seltener als beispielsweise beim malignen Melanom, vollständig ausgeschlossen ist es aber nicht.
Ist weißer Hautkrebs bereits weit fortgeschritten oder hat andere Körperregionen beziehungsweise Organe erreicht, reichen örtliche Behandlungen wie eine Operation möglicherweise nicht mehr aus. Dann können Medikamente notwendig werden, die im gesamten Körper wirken. Der Krebsinformationsdienst nennt für fortgeschrittene Erkrankungen unter anderem Immuntherapien und zielgerichtete Medikamente.
Doch auch ohne Metastasen kann heller Hautkrebs ernsthafte Folgen haben. Ein unbehandeltes Basalzellkarzinom kann örtlich immer weiter wachsen und gesundes Gewebe zerstören. Je weiter der Tumor in die Tiefe vordringt, desto aufwendiger kann die Behandlung werden.
Wie wird weißer Hautkrebs behandelt?
Die wichtigste Behandlung ist sowohl beim Basalzellkarzinom als auch beim Plattenepithelkarzinom die Operation. Dabei soll der Tumor möglichst vollständig entfernt werden. Wird die Erkrankung rechtzeitig entdeckt und behandelt, sind die Heilungschancen in der Regel gut, erklärt der Krebsinformationsdienst des DKFZ.
Welche Behandlung gewählt wird, hängt unter anderem davon ab, um welchen Tumortyp es sich handelt, wie groß der Tumor ist, wo er sitzt und wie weit die Erkrankung fortgeschritten ist. Auch der allgemeine Gesundheitszustand spielt eine Rolle.
Bei kleinen oder oberflächlich wachsenden Basalzellkarzinomen kommen in bestimmten Situationen auch örtliche Verfahren infrage. Der Krebsinformationsdienst nennt beispielsweise medikamentöse Cremes, Licht- oder Kältebehandlungen. Für Plattenepithelkarzinome sind solche Verfahren dagegen nicht generell die entsprechende Alternative. Wenn eine Operation nicht möglich ist, kann eine Strahlentherapie infrage kommen.
Bei fortgeschrittenem Basalzellkarzinom stehen zudem zielgerichtete Medikamente und Immuntherapien zur Verfügung. Beim fortgeschrittenen oder metastasierten Plattenepithelkarzinom können sogenannte Checkpoint-Inhibitoren eingesetzt werden. Die konkrete Therapie wird individuell vom Behandlungsteam festgelegt.
Auch für Vorstufen wie aktinische Keratosen oder Morbus Bowen gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Je nach Art, Größe und Lage können die Veränderungen beispielsweise operiert, vereist, mit Medikamenten behandelt oder mit photodynamischer Therapie entfernt werden.
Wie kann man weißem Hautkrebs vorbeugen?
Beim Schutz vor Hautkrebs spielt vor allem eine Sache eine entscheidende Rolle: UV-Strahlung reduzieren. Die Deutsche Krebshilfe und der Krebsinformationsdienst nennen UV-Strahlung der Sonne und künstlicher Quellen als wichtigsten vermeidbaren Risikofaktor für die meisten Hautkrebsarten.
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Empfohlen wird deshalb, intensive direkte Sonne möglichst zu meiden, Schatten aufzusuchen, geeignete Kleidung und eine Kopfbedeckung zu tragen und unbedeckte Haut mit Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor zu schützen. Von Solarien rät die Deutsche Krebshilfe ab, weil auch künstliches UV-Licht das Hautkrebsrisiko erhöht.
Wann sollte ich mit einer Hautveränderung zum Arzt?
Nicht jede raue Stelle, jeder Fleck und jedes Knötchen bedeutet automatisch Hautkrebs. Gerade weil gutartige und bösartige Veränderungen ähnlich aussehen können, lässt sich eine sichere Diagnose zu Hause aber nicht stellen.
Der Krebsinformationsdienst empfiehlt, ungewöhnliche Hautstellen oder Muttermale möglichst zeitnah von einem Hautarzt untersuchen zu lassen. Eine konkrete Orientierung nennt das DKFZ ebenfalls: Bleiben Veränderungen oder andere Beschwerden der Haut länger als zwei Wochen bestehen, sollte die auffällige Stelle ärztlich abgeklärt werden.
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Das gilt beispielsweise für Veränderungen, die neu auftreten oder sich sichtbar verändern, für raue oder verhärtete Stellen sowie für Bereiche, die nässen, wiederholt bluten oder nicht richtig abheilen. Solche Merkmale können zwar auch harmlose Ursachen haben, gehören aber zu den möglichen Erscheinungsformen von Hautkrebs.
Wer seine Haut regelmäßig selbst kontrolliert, kann Veränderungen möglicherweise früher bemerken. Die Selbstuntersuchung ersetzt jedoch weder eine ärztliche Diagnose noch die Hautkrebs-Früherkennung. Der Krebsinformationsdienst empfiehlt sie vielmehr als Ergänzung dazu.
Verwendete Quelle: Krebsinformationsdienst (DKFZ), gesund.bund.de, Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe






























































