OB Peter Feldmann: "Stinksauer auf Berlin"

Frankfurt muss Impfaktionen mangels Impfstoff absagen

29. November 2021 - 19:30 Uhr

Bund reduziert Impfstoffnachschub

Obwohl die Impfaktionen des Gesundheitsamtes von den Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen wurden und die Nachfrage zuletzt stark angezogen habe, muss die Stadt Frankfurt jetzt ihre Impfangebote einschränken. Der Grund dafür: Die vom Gesundheitsamt bestellten Impfdosen sind von Seiten des Bundes eingeschränkt worden. Die Stadt Frankfurt sieht sich in ihrer Impfkampagne ausgebremst.

Impf-Bahnen müssen zurück ins Depot

Statt der ursprünglich bestellten 19.380 Impfdosen sind nur rund 6000 Dosen des Herstellers Biontech und lediglich 4.000 Dosen der Firma Moderna in Hessens größter Stadt angekommen. Die Folge: Es sind aktuell keine Impfungen mehr an der Hauptwache mehr möglich, Zudem wird die Meuauflage des Impf-Expresses erst einmal wieder auf Eis gelegt.

VIDEO-TIPP: Amt am Anschlag – so arbeitet das Gesundheitsamt Frankfurt in der vierten Welle

Impfmaßnahmen auf Eis gelegt

15.11.2021, Hessen, Frankfurt/Main: Impfwillige stehen im Rahmen einer Sonder-Impaktion des Gesundheitsamtes Frankfurt vor einem Impfzentrum auf der B-Ebene der Hauptwache Schlange, um sich gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Bundesweit steigen
Vorerst Geschichte: Großer Andrang bei der täglichen Impfaktion in der B-Ebene der Hauptwache.
© dpa, Boris Roessler, brx

"Ganz Frankfurt ist stinksauer auf Berlin - und mir fehlen ehrlich gesagt die Worte", erklärte Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Gerade erst hat dieser den Startschuss für den Impf-Express gegeben und an die Menschen appelliert, sich impfen zu lassen.

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"Jetzt soll es das schon wieder gewesen. Nicht weil es an Impfwilligen fehlt, sondern an Impfstoff", teilte der Oberbürgermeister mit. "Und das in einer Situation, in der die Infektionszahlen nur eine Richtung kennen - steil nach oben. Dafür fehlt den Menschen zu Recht jedes Verständnis." (dpa/esc)