Hätte Nerissa Regnier noch leben können?

Weil sie wegen ihrer MS-Erkrankung keiner impfen wollte: Dreifach-Mutter stirbt in Kalifornien an Corona-Infektion

Weil Nerissa Regnier an multipler Sklerose erkrankt war, wurde ihr von einer Covid-Impfung abgeraten. Mit fatalen Folgen.
Weil Nerissa Regnier an multipler Sklerose erkrankt war, wurde ihr von einer Covid-Impfung abgeraten. Mit fatalen Folgen.
© Facebook / Nerissa Regnier

28. Januar 2022 - 17:55 Uhr

Hätte Nerissa Regnier, Mutter von drei Kindern, noch leben können? Die 45-Jährige starb an einer Corona-Infektion. Angeblich wurde ihr die Impfung und dann eine Behandlung mit monoklonalen Antikörpern verweigert, weil sie Multiple Sklerose hatte. Das behauptet zumindest ihre Familie laut "New York Post".

Dreifach Mutter aus Kalifornien wird nicht geimpft - trotz hartnäckiger Nachfrage

Nerissa Regnier in einem weißen Hochzeitskleid mit ihrem Ehemann am Strand
Die Dreifach-Mutter Nerissa Regnier bei ihrer Hochzeit.
© Facebook / Nerissa Regnier

Die 45-jährige Immobilienmaklerin aus Kalifornien, starb am 16. Dezember, nachdem ihr angeblich sieben Mal die Corona-Impfung verweigert wurde. Grund dafür soll ihre MS-Erkrankung gewesen sein. Wegen eines neuen Medikaments dagegen habe ihr Gesundheitsdienstleister "Kaiser Permanente" sie nicht impfen wollen, weil das Medikament angeblich ein "lebendes Virus" enthielt. Schließlich fragte die dreifache Mutter ihren Neurologen, der ihr zur Impfung riet.

Doch da war es schon zu spät. Zwei Tage, nachdem sie bei ihrem Neurologen war, der Schock: Nerissa Regnier hatte Symptome, sie machte einen Test - positiv. Doch damit nicht genug: Angeblich erhielt Regnier dann Antibiotika und Steroide - das berichtet Della Donna, die Anwältin der Familie. Diese Behandlung sei ebenfalls nicht empfohlen.

Ärztepfusch während Corona-Infektion?

Nerissa Regnier und ihr Ehemann
Nerissas Ehemann versuchte seine Frau noch zu verlegen, doch da war es schon zu spät
© Facebook / Nerissa Regnier

Als der 45-Jährigen dann auch noch die Behandlung mit molekularen Antikörpern verweigert wurde, zieht ihr Mann die Reißleine. Er bringt sie vom Kaiser's Hospital in Irvine ins Hoag Memorial Hospital Presbyterian. Doch da ist es schon zu spät. Die Ärzte können nichts mehr für sie tun, die Mutter stirbt.

"Nerissa Regnier wurde der Covid-Impfstoff von 'Kaiser' verweigert, weil sie fälschlicherweise dachten, es sei ein Lebendimpfstoff und er sei bei ihrer MS-Behandlung kontraindiziert", sagte Della Donna "Newsweek". "Als sie dann krank war, beging 'Kaiser' weiterhin medizinische Fahrlässigkeit, indem er ihr die Antikörper nicht innerhalb der entscheidenden 10 Tage gab und sie stattdessen mit Steroiden und Antibiotika behandelte, die beide nicht gegen dieses tödliche Virus wirken", erklärt Donna weiter.

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Familie der Toten will jetzt klagen

Die Familie der Verstorbenen will jetzt wegen widerrechtlicher Tötung gegen ihren Gesundheitsdienstleister "Kaiser Permanente" klagen. "Sie war eine sehr gesunde Mutter von drei Kindern, die mit ihrer MS fertig wurde", so Della Donna gegenüber " ABC 7".

In einer Erklärung sagte Kaiser Permanente: "Im Namen unserer Ärzte und Pfleger bei 'Kaiser Permanente' sprechen wir der Familie von Nerissa Regnier unser tiefstes Beileid für den Verlust ihres geliebten Menschen aus."

"Darüber hinaus haben wir unseren Mitgliedern, Patienten und der Öffentlichkeit klar mitgeteilt, dass keiner der verfügbaren Covid-19-Impfstoffe das Lebendvirus enthält und dass sie sicher und wirksam sind", hieß es.Doch das bringt Nerissa Regnier auch nicht wieder zurück. (jmu)