Prickelnde Angelegenheit

Wassersprudler im Stiftung-Warentest-Check: Welcher ist gut und günstig?

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25. November 2019 - 13:04 Uhr

Nur drei Sprudler überzeugen im Test

Die Hälfte aller Classic-Mineralwässer hat bei Ökotest schlecht abgeschnitten, wie wir vor kurzem berichteten: Arsen, Bor, Uran und Pestizide fanden die Tester in den Wasserflaschen aus dem Handel. Was also liegt also näher, als das Wasser daheim selbst aufzusprudeln? Stiftung Warentest hat im Juli-Heft 2019 sieben Geräte geprüft. Aber nur drei brachten wirklich prickelnde Ergebnisse (hier finden Sie einen weiteren Soda-Geräte-Vergleich).

Wassersprudler bringen viele Vorteile

Die Vorteile von selbst aufgesprudeltem Wasser liegen auf der Hand: keine schweren Kisten schleppen, keine Leergutberge in der Wohnung. Und besser für die Ökobilanz ist es auch, wenn das Wasser nicht erst mit dem Laster vom Hersteller zum Supermarkt und dann im schlimmsten Fall mit dem PKW auch noch zu uns transportiert wird. Und man steht nie ohne Sprudelwasser da, wenn Gäste kommen. Aber britzeln sollte es schon. Und genau daran hapert es leider, wie die Tester aus Berlin berichten (hier gibt es das Test-Gesamtergebnis).

Das Prinzip ist bei allen getesteten Geräten das gleiche. Ein Standgerät presst Kohlendioxid in eine Flasche mit Leitungswasser, das dort zu Kohlensäure wird. In Sekundenschnelle ist das Blubberwasser trinkbereit. Nur dass bloß drei der sieben Geräte so viel Kohlensäure ins Wasser bringen wie "Classic"-Sprudelwasser aus der Flasche.

Das sind gleichzeitig auch die insgesamt besten Geräte der Versuchsreihe:
Testsieger Aarke Carbonator II* (Preis knapp 200 Euro),
Soda Trend Style* (ca. 80 Euro), 
Kitchenaid Artisan Sodastream (ca. 300 Euro)

Ingesamt wurden vier Sprudler mit "gut" bewertet, zwei mit befriedigend und einer mit "ausreichend". Vier Geräte lassen das Wasser maximal auf "medium" perlen.

Ausgerechnet Marktführer Sodastream landet mit seinem Premiumsprudler Crystal 2.0 Titan auf dem vorletzten Platz. Dabei kann das Produkt sogar mit einer Glasflasche punkten - hygienischer, spülmaschinenfest und auch schicker als die üblichen Plastikpullen. Den letzten Platz belegt das andere Gerät mit Glasbehälter: My Sodapop Sharon up.

Billiger trinkt man mit Selbstgesprudeltem übrigens nicht: Das preiswerteste Classic-Mineralwasser kostet im Handel 13 Cent pro Liter. Das kostet der Liter aufgesprudeltes Leitungswasser mindestens auch, zum Beispiel mit dem günstigen Pearl. Mit dem Sodastream Crystal kann der Liter mit bis zu 20 Cent zu Buche schlagen. Der Testsieger-Flaschensprudel von Stiftung Warentest kostet allerdings stolze 61 Cent pro Liter. Den ganzen Test aus dem Jahr 2018 finden Sie hier. 

Tipps für Selbstsprudler

Guter Trick: Wasser vor dem Sprudeln in den Kühlschrank stellen
Hätten Sie's gewusst? Wasser vor dem Sprudeln in den Kühlschrank stellen
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Wer sich für einen Heim-Sprudler entscheidet, sollte Folgendes beachten:

  • Am besten nicht direkt aus der Sprudlerflasche trinken, sondern umfüllen. Sonst gelangen Keime in die Flasche und sie muss vor jedem Sprudeln gereinigt werden
  • Kunststofflaschen besser von Hand spülen, damit das Material nicht porös wird
  • Kunststoffflaschen habe ein Verfallsdatum. Danach sollten Sie sie ersetzen
  • Sprudler-Düse regelmäßig säubern und trocknen lassen. Das beugt schleimbildenden Bakterien vor
  • Leitungswasser VOR dem Sprudeln in den Kühlschrank stellen, dann wird es spritziger. Kaltes Wasser nimmt das Kohlenstoffdioxid besser auf

Falls sie doch lieber stilles Wasser trinken: Leitungswasser ist auch hier eine gute Wahl. Wie Stiftung Warentest stille Wasser aus der Flasche bewertet hat, erfahren Sie hier. 

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