„Hätte gar nicht verkauft werden dürfen”Viele hui, einer pfui: Dieser Hummus schmiert bei Warentest ab

Frischer Hummus in einer Schüssel auf einem Holzbrett mit Pita, Sellerie und Karotten.
Guter Fertig-Hummus muss nicht teuer sein.
picture alliance / Zoonar | Viktoriia Popova

Bio ist nicht immer besser!
Zumindest zeigt das der aktuelle Hummus-Check von Stiftung Warentest. Viele günstige konventionelle Marken sind gut, aber ausgerechnet eins der teureren Bio-Produkte ist Test-Schlusslicht. Daran liegt’s!

Wie viel muss man für guten Fertig-Hummus ausgeben?

Stiftung Warentest kaufte 21-mal Hummus ein: gekühlte und ungekühlte Varianten sowie zwei Pulver zum Anrühren. Die Preisspanne reichte von günstigen Eigenmarken von Rewe, Penny oder Lidl bis zu teureren Marken wie Noa oder Kühlmann. Am wichtigsten für die Bewertung war mit 45 Prozent das sensorische Urteil, also Geruch, Geschmack und Mundgefühl. Im Labor wurden außerdem alle Kichererbsen-Produkte auf Keime, Schadstoffe und Nährwerte geprüft.

Die positive Überraschung: Sechs besonders günstige Eigenmarken waren „gut”. Hohe Qualität ist bei Hummus also schon für rund 50 Cent pro 100 Gramm zu haben.

Lese-Tipp: Johann Lafers Spaghetti mit Pesto – mit diesem Trick wird’s extracremig!

Video-Tipp: Für Hensslers Avocado-Hummus braucht ihr nur fünf Minuten!

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Zu viele Pestizide für den Verkauf?

Ausgerechnet ein Bio-Produkt (1,50 Euro pro 100 Gramm) enttäuscht hingegen: „Überrascht hat uns die extreme Pestizidbelastung beim Bio-Hummuspulver von Koro. Die war so hoch wie bei schon lange keinem Bio-Produkt mehr in unseren Tests”, erklärt Swantje Waterstraat, Ernährungsexpertin bei Stiftung Warentest. „Wir haben darin Rückstände von über 20 Pflanzenschutzmitteln gefunden und drei davon in so hoher Konzentration, dass das Produkt gar nicht hätte verkauft werden dürfen.”

Der Hersteller teilte Stiftung Warentest mit, dass er selbst keine Auffälligkeiten und Höchstmengenüberschreitungen in dem Pulver zum Anrühren mit Wasser und Öl festgestellt habe. Das Verbrauchermagazin testete deshalb insgesamt drei unterschiedliche Packungen, um sicherzugehen – und kam jedes Mal auf das gleiche Ergebnis. Die Folge: das Gesamturteil „mangelhaft”.

Auch der Hummus aus der Dose von Suntat (72 Cent pro 100 Gramm) wird von Stiftung Warentest kritisiert und ist nur „ausreichend”. Der Grund: Er ist mit Bisphenol A belastet, das unter anderem die Fruchtbarkeit schädigen kann. In Dosenbeschichtungen ist die Substanz schon länger verboten, allerdings gelten momentan noch Übergangsfristen.

Alle Testergebnisse findet ihr auf test.de.