ErstickungsrisikoSchnuller-Schlappe! Von diesen zwei Modellen rät Stiftung Warentest ab

Baby mit Schnuller im Mund liegt in einer Trage und guckt in die Kamera.
Stiftung Warentest hat 13 Babyschnuller geprüft (Symbolbild).
picture alliance / ROBIN UTRECHT | Robin Utrecht

Sicherheit ist das A und O!
Schnuller sollen beruhigen, trösten und sind für viele Eltern unverzichtbar. Doch ausgerechnet bei diesem sensiblen Baby-Produkt gibt es jetzt einen Dämpfer: Stiftung Warentest hat genauer hingeschaut und bei zwei Modellen deutliche Kritik.

Schnuller von Nuk bis Shein

Schnuller sind Dauerbegleiter im Baby-Alltag. Da sie ständig im Kontakt mit den Schleimhäuten sind, müssen sie absolut sicher sein. Im Oktober 2025 fanden tschechische Verbraucherschützerinnen und -schützer in vier Schnullern Bisphenol A – eine Chemikalie, die als hormonell wirksam gilt.

Stiftung Warentest hat das zum Anlass genommen, 13 in Deutschland erhältliche Schnuller aus Silikon unter die Lupe zu nehmen. Mit dabei: bekannte Marken wie Nuk, Philips Avent und Chicco, aber auch Drogerie-Eigenmarken von dm und Rossmann. Sogar ein günstiges Modell vom Online-Marktplatz Shein landete im Labor.

Lese-Tipp: Embryonen wurden verwechselt: Verlieren Tiffany und Steven jetzt ihr Baby?

Was macht einen sicheren Schnuller aus?

Die Anforderungen an Schnuller sind streng – und das ist auch gut so. Denn im schlimmsten Fall können sie zu einer echten Gefahr werden. Wichtig sind vor allem diese Punkte:

  • Das Saugteil darf nicht zu tief in den Rachen gelangen.

  • Babys dürfen den Schnuller nicht verschlucken können.

  • Die Atemlöcher müssen groß genug sein, damit das Baby weiteratmen kann, wenn der Schuller komplett im Mund landen sollte.

Im Labor wurden die Testkandidaten per Schablone vermessen und auf Schadstoffe untersucht. Im Belastungstest wurde außerdem ordentlich an ihnen gezogen, sie wurden mit Beißschienen zusammengedrückt, außerdem wurde ein Stahlgewicht fünfmal auf die Schnuller fallengelassen. Das Ergebnis war hier durchweg positiv: Alle Modelle sind robust genug, bei keinem brachen Einzelteile ab, die das Baby verschlucken könnte.

Lese-Tipp: Babyfläschchen im Öko-Test: Beliebte Hausmarke rasselt durch

Anzeige:
Empfehlungen unserer Partner

Achtung: Dieser Schnuller ist nicht sicher

Zehn Schnuller im Test sind „gut” oder „sehr gut”. Der Nuby Flex Beruhigungssauger fällt hingegen mit „mangelhaft” durch. Denn die Atemöffnungen im Plastikschild sind zu klein. Sie dienen eigentlich dazu, dass das Baby im Ernstfall weiteratmen kann, wenn der Nuckel doch mal komplett im Mund verschwindet und sich im Rachen verkantet. Der Schnuller von Nuby erfüllt die bestehenden Normanforderungen nicht.

Auch der Chicco Physio Forma Soft fällt negativ auf: Im Saugteil wurden Nitrosamine gefunden – Stoffe, die im Verdacht stehen, Krebs zu verursachen. Sie könnten sich über den Speichel lösen und so in den Körper des Babys gelangen. Zwar liegen die Werte noch knapp unter den Grenzwerten, das Testteam empfiehlt „dennoch, den Schnuller nicht mehr zu nutzen.” Das Gesamturteil: „ausreichend”.

Fazit: Ein guter Schnuller ist sicher – aber nicht für immer. Eltern sollten die Nuckel regelmäßig prüfen. Kleine Risse, Löcher oder deutliche Bissspuren? Dann heißt es sofort: weg damit!

Verwendete Quellen: Stiftung Warentest