RTL/ntv-Trendbarometer

Hat die Flut Armin Laschet Punkte gekostet?

21. Juli 2021 - 16:08 Uhr

Armin Laschet hat in der Krise nicht immer eine gute Figur gemacht

Katastrophen im Land können Stimmungen kippen, Wahlen entscheiden. In der aktuellen Flutkatastrophe hat Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes NRW, aber eben auch Kanzlerkandidat der Union, nicht immer eine gute Figur gemacht. Hat ihn und die Union das nun Punkte gekostet?

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Union verliert an Zustimmung, bleibt aber stärkste Kraft

Die Union verliert laut aktuellen RTL/ntv-Trendbarometer an Zustimmung. Sie büßen 2 Prozentpunkte im Vergleich zur Vorwoche ein und fallen wieder unter die 30 Prozent. Die Union bleibt allerdings die stärkste Kraft, mit einem Vorsprung von 12 Prozentpunkten vor der SPD und 9 Prozentpunkten vor den Grünen. Die Werte für Grünen, die FDP und die Linke verändern sich zur Vorwoche nicht.*

Bei einer Bundestagswahl könnten die Parteien derzeit mit folgendem Ergebnis rechnen:

  • CDU/CSU 28 Prozent (Bundestagswahl 2017: 32,9 Prozent),
  • SPD 16 Prozent (20,5 Prozent),
  • FDP 12 Prozent (10,7 Prozent),
  • Grüne 19 Prozent (8,9 Prozent),
  • Linke 7 Prozent (9,2 Prozent),
  • AfD 10 Prozent (12,6 Prozent).

8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2 Pozent). Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt mit 22 Prozent auch in dieser Woche etwas unter dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent).

Die stärkste Mehrheit für eine Regierungsbildung hätte mit zusammen 455 Mandaten derzeit eine so genannte "Deutschland-Koalition" aus CDU/CSU, SPD und FDP. Außerdem regierungsfähig wären Schwarz-Grün (zusammen 382 Mandate) sowie eine "Ampel"-Koalition aus Grünen, SPD und FDP mit zusammen 379 Abgeordneten. Die jetzt regierende so genannte "Große Koalition" käme zusammen auf 358 Mandate und wäre damit abgewählt. Auch für ein grün-rot-rotes "Linksbündnis" (zusammen 339 Sitze) würde es nicht für eine Regierungsbildung reichen.

​​​​​​​* Die Daten zu Partei- und Kanzlerpräferenzen wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der Mediengruppe RTL vom 13. bis 19. Juli 2021 erhoben.

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Die Wahlabsichten der jungen und alten Generation unterscheiden sich stark:

  • Bei den 18- bis 29-Jährigen sind die Grünen mit Abstand die stärkste Partei
  • Bei den über 60-Jährigen liegt die Union mit Abstand vorn.

Die 18- bis 29-Jährigen würden sich momentan bei einer Bundestagswahl wie folgt entscheiden:

  • Grüne 36 Prozent,
  • FDP 17 Prozent,
  • CDU/CSU 16 Prozent,
  • SPD 10 Prozent,
  • Linke 6 Prozent,
  • AfD 4 Prozent,
  • Sonstige 11 Prozent.

Bei den über 60-Jährigen könnten die Parteien derzeit mit folgendem Stimmenanteil rechnen:

  • CDU/CSU 36 Prozent,
  • SPD 19 Prozent,
  • Grüne 14 Prozent,
  • FDP 9 Prozent,
  • Linke 8 Prozent,
  • AfD 8 Prozent,
  • Sonstige 6 Prozent.

Die einstigen Volksparteien Union und SPD kämen zusammen bei den über 60-Jährigen noch auf 55 Prozent der Stimmen. Von den 18- bis 29-Jährigen würden sich allerdings nur ein Viertel (26%) für eine der jetzigen Regierungsparteien entscheiden.

Welche/n Kanzler/in wünschen sich die Deutschen?

Annalena Baerbock, die Kanzlerkandidatin der Grünen, und Armin Laschet, Kanzlerkandidat der Union, verlieren in der Kanzlerpräferenz gegenüber der Vorwoche jeweils zwei Prozentpunkte. Für den SPD-Kandidaten Olaf Scholz ändert sich nichts. Wenn die Deutschen ihre Kanzlerin oder ihren Kanzler direkt wählen könnten, würden sich derzeit 23 Prozent für Laschet, 17 Prozent für Baerbock und 16 Prozent für Scholz entscheiden.

44 Prozent würden keinem der drei ihre Stimme geben. Für keinen der drei entscheiden würden sich vor allem die Ostdeutschen (50 Prozent), die Hauptschulabsolventen (55 Prozent), die Arbeiter (50 Prozent), die Selbständigen sowie die Wahlberechtigten, die sich selbst der politischen Mitte zurechnen (51 Prozent).

Den geringsten Rückhalt bei den früheren Bundestags-Wählern seiner Partei hat Armin Laschet: Nur 39 Prozent der Unions-Wähler von 2017 würden sich heute für ihn als Kanzler entscheiden. Für Olaf Scholz würden 44 Prozent der SPD-Wähler von 2017 votieren, für Annalena Baerbock würden sich 56 Prozent der damaligen Grünen-Wähler entscheiden. (forsa/eku)

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