Bei Missachtung kann es richtig teuer werden!

Vorsicht! Diese Paypal-Bezahloption ist bei Mamikreisel und Co. verboten

Die Option "Geld an Freunde senden" sollten Sie bei  Zahlen mit Paypal mit Bedacht auswählen.
Die Option "Geld an Freunde senden" sollten Sie bei Zahlen mit Paypal mit Bedacht auswählen.
© iStockphoto, Christian Rummel

20. Oktober 2020 - 13:08 Uhr

"Geld an Familie & Freunde senden"? Vorsicht!

Sie haben mal wieder ausgemistet und mühsam alles bei Mamikreisel oder bei Ebay-Kleinanzeigen eingestellt, da ploppt auch schon "Hast du Paypal?" auf. Kaum einer denkt sich dabei, dass man sich damit schnell auf illegales Gebiet begibt. Denn Paypal verbietet ausdrücklich die Nutzung der Funktion "Geld an Familie & Freunde senden" bei Privatver- und -ankäufen. Wir erklären, warum das so ist, was passieren kann und was Sie beachten müssen.

Unwissenheit schützt nicht vor Strafe

Die Freunde-Zahloption bei Paypal bringt den großen Vorteil mit sich, dass bei einer Transaktion keine Gebühren anfallen. Wieso sie also nicht für für private Käufe und Verkäufe auf Verkaufsplattformen wie Mamikreisel, Kleiderkreisel oder Ebay Kleinanzeigen nutzen? Kaum jemand weiß dabei, dass Paypal genau das verbietet. Denn die Option soll wirklich nur im Freundes- und Familienkreis genutzt werden, zum Beispiel um einen ausgelegten Restaurantbesuch zurückzuzahlen.

Doch Unwissenheit schützt bekanntlich nicht vor Strafe. Wer die Option anderweitig verwendet, dem drohen Konsequenzen. Zunächst kann Paypal die Rückzahlung der umgangenen Gebühren einfordern sowie Ihren Account wegen des Verstoßes gegen die AGB sperren. Im schlimmsten Fall ist sogar eine Anzeige wegen Betrugs möglich!

"Geld an Freunde senden"-Option öffnet Betrügern Tür und Tor

Und es gibt noch ein weiteres Problem bei dieser Bezahloption: Betrüger können sich die Regeln des Käuferschutzes dabei leicht zu Nutze machen! Sie bitten Käufer, zum Beispiel über "Ebay Kleinanzeigen", bei der Zahlung per Paypal die Option "Geld an Freunde & Familie senden" auszuwählen, da die eigentlich vorgesehene Option "Artikel oder Dienstleistungen bezahlen" mit Gebühren verbunden sei. Das Tückische: Mit der Wahl der Freunde- und Familien-Option verzichtet man als Käufer automatisch auf den Käuferschutz - "für eine Gebühr, die nicht er, sondern der Verkäufer hätte zahlen müssen" warnt Paypal-Sprecherin Sabrina Winter gegenüber "Finanztest". Anschließend verschwinden diese Verkäufer von beiden Plattformen, ohne die vereinbarten Artikel oder Dienstleistungen tatsächlich geliefert zu haben.

Lese-Tipp: Paypal ändert seinen Käuferschutz - Das müssen Sie jetzt wissen!

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