16. April 2019 - 11:39 Uhr

Neue Käuferschutz-Regeln ab 29. April

Es ist ja schon ganz praktisch: Über Paypal lässt sich Geld schnell und einfach verschicken. Beim Online-Shopping oder dem Buchen und Bezahlen von Dienstleistungen müssen Kunden erst ins Online-Banking der Bank oder die ellenlange IBAN oder Kreditkartennummer eingeben. Bei Paypal sind Käufer zudem abgesichert, falls Lieferungen kaputt oder gar nicht eintrudeln. Doch beim Käuferschutz des Bezahlportals wird sich ab dem 29. April einiges ändern.

Fristen werden von nun an individuell festgelegt

Wie "Finanztest" in der Ausgabe 5/2019 bekanntgibt, ändern sich in Sachen Käuferschutz vor allem die Fristen. Stellte man bisher einen Antrag auf Käuferschutz, um bereits geleistete Zahlungen zurückzuverlangen, hatte man als Kunde eine Frist von zehn Tagen, um auf Rückfragen von Paypal zu reagieren. Ließ man innerhalb dieser Zeitspanne nichts von sich hören, "durfte Paypal den Vorgang schließen und den Antrag ablehnen".

Ab dem 29. April wird sich die Frist ändern und kann sowohl kürzer als auch wesentlich länger sein. "Der Paypal-Support kann für jeden Einzelfall festlegen, wie lange Kunden Zeit haben, um auf Rückfragen zu reagieren", verrät "Finanztest".

Vorsicht vor dieser Betrugsmasche!

Einige Betrüger machen sich die Regeln des Käuferschutzes zu Nutze und bitten zum Beispiel Käufer über "Ebay Kleinanzeigen", bei der Zahlung per Paypal die Option "Geld an Freunde oder Familie senden" auszuwählen. Denn die eigentlich vorgesehene Option "Artikel oder Dienstleistungen bezahlen" sei mit Gebühren verbunden. Anschließend verschwinden diese Verkäufer von beiden Plattformen, ohne die vereinbarten Artikel oder Dienstleistungen tatsächlich geliefert zu haben.

Das Problem: Mit der Wahl der Freunde- und Familien-Option verzichtet man als Käufer automatisch auf den Käuferschutz - "für eine Gebühr, die nicht er, sondern der Verkäufer hätte zahlen müssen" warnt Paypal-Sprecherin Sabrina Winter daher gegenüber "Finanztest".