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Vor dem Gipfel ist nach dem Gipfel: Nato-Gipfel beginnt in Madrid

Weg für Schweden und Finnland in die Nato frei

Vor dem Gipfel ist nach dem Gipfel: Nato-Gipfel beginnt in Madrid

Kanzler Scholz reist von Gipfel zu Gipfel Ukraine überall wichtigstes Thema
01:41 min
Ukraine überall wichtigstes Thema
Kanzler Scholz reist von Gipfel zu Gipfel

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Der G7-Gipfel in Elmau in Bayern ist gerade zu Ende, da geht es schon mit dem Nato-Gipfel in Madrid weiter. Und da gab es am Abend noch vor Beginn gleich eine wichtigen Meldung: Schweden und Finnland können der Nato beitreten. Darauf konnten die Staats- und Regierungschefs zunächst in königlicher Atmosphäre anstoßen. Denn König Felipe und Königin Letizia von Spanien hatten die Staats- und Regierungschefs im Königspalast eingeladen. Dort gaben sie ein großes royales Gala Dinner.

Der Nato-Gipfel wird vermutlich der wichtigste Nato-Gipfel seit Jahrzehnten, denn natürlich steht über dem ganzen Gipfel die wichtige Frage: Wie kann man die Ukraine im Krieg gegen Russland unterstützen?

Türkische Vorbehalte ausgeräumt: Weg für Schweden und Finnland in der Nato frei

Der erste Erfolg gelang also schon vor Gipfel-Beginn: Der Weg für Finnland und Schweden in die Nato ist frei. Am Mittwoch soll es dann unter anderem um weitere Hilfe für die kriegsgeplagte Ukraine gehen. Heute beginnt offiziell das Gipfeltreffen in Madrid.

Bundeskanzler Olaf Scholz, US-Präsident Joe Biden und die anderen Staats- und Regierungschefs wollen bei dem zweitägigen Treffen unter anderem die Stärkung der Nato-Ostflanke und ein neues strategisches Konzept für das Bündnis beschließen. Der Gipfel steht ganz unter dem Eindruck des russischen Kriegs gegen die Ukraine.

„Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir jetzt ein Abkommen haben, das Finnland und Schweden den Weg zum Nato-Beitritt ebnet“, sagte Generalsekretär Jens Stoltenberg am Dienstagabend nach einem mehr als dreistündigen Treffen mit Schwedens Regierungschefin Magdalena Andersson, dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö und seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan. Dies sende auch eine deutliche Botschaft an Russlands Präsidenten Wladimir Putin, dass die Tür der Nato offen ist.

Die Türkei, Schweden und Finnland haben eine Absichtserklärung unterzeichnet, die auf die türkischen Vorbehalte eingehe. Dabei gehe es unter anderem um Waffenexporte und den Kampf gegen Terrorismus. An diesem Mittwoch würden die Staats- und Regierungschefs der Alliierten nun beschließen, Finnland und Schweden einzuladen, der Nato beizutreten.

Selenskyj ist per Video dabei - Raketenabwehrsystem gefordert

Einen Monat nach Beginn des Ukraine-Kriegs hatte Stoltenberg bereits einen Nato-Sondergipfel einberufen. Nun befassen sich die 30 Bündnis-Staaten erneut mit ukrainischen Rufen nach mehr Unterstützung. Selenskyj, der am Mittwoch zeitweise per Video zugeschaltet werden soll, forderte vor dem Gipfel ein Raketenabwehrsystem von der Nato.

Stoltenberg selbst kündigte weitere Hilfen für die Ukraine an, um die Selbstverteidigung des Landes zu unterstützen. Aus Deutschland und den Niederlanden kam bereits am Dienstagabend eine neue Zusage: Beide Länder wollen zusammen sechs weitere Modelle der Panzerhaubitze 2000 liefern.

Ende eines Gipfel-Marathons

Der Nato-Gipfel setzt den Schlusspunkt eines Gipfelmarathons, der vergangene Woche Donnerstag mit einem EU-Gipfel in Brüssel begonnen hatte. Dort wurde die Ukraine offiziell in den Kreis der EU-Beitrittskandidaten aufgenommen.

Anschließend ging es mit dem G7-Gipfel der wirtschaftlich stärksten Demokratien im bayerischen Elmau von Sonntag bis Dienstag weiter. Bundeskanzler Scholz, der französische Präsident Emmanuel Macron und Italiens Regierungschef Mario Draghi sind die einzigen drei Staatsführer, die an allen drei Treffen teilnehmen. (dpa/eku)

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