Brustgewebe entscheidend

Von 3D-Ultraschall bis Mammographie: Das sind die Unterschiede bei der Brustkrebsvorsorge

11. September 2019 - 14:41 Uhr

Brustkrebs ist heilbar, wird jedoch oft nicht erkannt

In ihrem Leben erkrankt jede achte Frau an Brustkrebs. Jährlich verlieren 17.000 Deutsche an der Krankheit ihr Leben. Brustkrebs ist zwar heilbar, wenn er früh genug erkannt wird. Doch oft passiert dies nicht. Vor allem dann, wenn die falsche Untersuchungsmethode angewendet wird.

Jedes Brustgewebe ist anders

Auch bei Beate Beyrich war dies der Fall. Trotz regelmäßiger Mammographie-Untersuchungen wurden zwei Tumore in der Brust der Ärztin zunächst nicht entdeckt. Erst ein Brustultraschall, dessen Kosten die Krankenkassen in der Regel nicht übernehmen, brachte Klarheit.

Das Problem bei Beate Beyrich: Ihr Brustgewebe ist zu dicht, um mit der Mammographie-Methode Veränderungen entdecken zu können. Und das passiert in Deutschland sehr häufig. Für welche Patientinnen welche Methode daher sinnvoller und vor allem lebensrettend sein kann, erklärt unser Experte im Video.

Kostenübernahme meist Fehlanzeige

Fakt ist: In Deutschland übernehmen die Krankenkassen weiterführende Brustuntersuchungen bei unter 50-Jährigen meist nur bei einem Anfangsverdacht, zum Beispiel bei einer ertasteten Geschwulst, oder in manchen Fällen bei erblicher Vorbelastung. Die zusätzliche Ultraschall-Untersuchung kostet 75 Euro, ein 3D-Ultraschall bis zu 150 Euro.

Auf Nachfrage von RTL erklärt Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dazu: "Die Frage, welche Krebsvorsorgeuntersuchungen von den Kassen gezahlt werden und welche nicht, wird vom gemeinsamen Bundesausschuss, das ist ein Gremium von Ärzten und Krankenkassen, entschieden – nach wissenschaftlicher Evidenz und entsprechenden Nachweisen. Wichtig ist ja, dass auch eine Vorsorgeuntersuchung unterm Strich tatsächlich hilft."