Aus einem erschreckenden Grund

Vogel wird Schlauch eingeführt, damit er sich übergibt

29. Juni 2019 - 16:05 Uhr

Nein, das sind keine Tierquäler

Tiefer, tiefer, noch tiefer! Menschen mit Lampen auf dem Kopf führen einem Sturmtaucher-Küken einen Schlauch ein. Sie stecken ihn immer weiter in den Hals des Vogels – bis dieser sich erbricht. Doch was auf den ersten Blick wie Tierquälerei aussieht, rettet dem kleinen Piepmatz das Leben. Denn als der Sturmtaucher sich übergibt, kommen jede Menge scharfe Plastikteilchen zum Vorschein. Die schockierenden Bilder gibt es im Video!

Wir müssen unseren Plastikmüll reduzieren. Drastisch!

Die Tierquäler sind wir alle. Menschen, die so viel Plastik benutzen, dass unsere Meere davon bereits zugemüllt sind. Wenn Vogeleltern sich dann auf Nahrungssuche begeben, sammeln sie auch kleine Plastikteilchen mit ein – die sie an ihren Nachwuchs verfüttern. Im Fall des Sturmtaucher-Kükens kommen rund 20 teils spitze und kantige solcher Teilchen beim Erbrechen aus dem Magen. Für die Tierschützer mit dem Schlauch ist die Anzahl ein Schock. Zurecht, denn die Plastikteile können die Organe der Vögel verletzen und so zu ihrem Tod führen.

Wie der "Berliner Kurier berichtet", stammt der Clip, der gerade bei Instagram viral geht, aus der BBC-Doku "Drowning in Plastic" von 2018. Wie Sie Plastikmüll im Alltag reduzieren können, verraten wir Ihnen hier.

Vor Kurzem machte eine Möwenmama auf ein anderes Umweltproblem aufmerksam: Sie fütterte ihr Küken mit einem Zigarettenstummel, den sie am Strand fand.