RTL News>Wirtschaft>

Urlauber können aufatmen: Lufthansa und Verdi einigen sich

Urlauber können aufatmen

Kein Streik mehr! Lufthansa und Verdi einigen sich!

ARCHIV - 28.12.2020, Hessen, Frankfurt/Main: Lufthansa-Jets vom Typ Boeing 747 stehen auf der Landebahn Nordwest des Flughafens Frankfurt. Verdi fordert 9,5 Prozent mehr für rund 20 000 Bodenbeschäftigte der Lufthansa. Foto: Boris Roessler/dpa +++ dp
Lufthansa und Verdi haben sich geeinigt.
brx abl pil, dpa, Boris Roessler

Die Lufthansa und die Gewerkschaft Verdi haben sich auf eine Tariferhöhung für die rund 20.000 Beschäftigten der Airline am Boden geeinigt. Das teilte die Lufthansa am Donnerstag mit. Damit droht kein weiterer Arbeitskampf mit Flugstreichungen wie in der vergangenen Woche. Urlauber können also aufatmen.

Gehaltssteigerungen von mindestens 325 Euro

News Bilder des Tages Streik am Flughafen: Lufthansa Flugverkehr weitgehend eingestellt Am 27.7.2022 beteiligten sich ca. 200 Beschäftigte der Lufthansa an der Streikkundgebung von Verdi am Flughafen München. Ver.di hatte zum Warnstreik aufgerufen, u
Laut Verdi ergeben sich daraus für einzelne Beschäftigte am Check-In Gehaltssteigerungen zwischen 13,6 und 18,4 Prozent. Lufthansa sprach sogar von Steigerungen um 19,2 Prozent in der untersten Gehaltsstufe.
www.imago-images.de, IMAGO/aal.photo, IMAGO/Alexander Pohl

Das Unternehmen und die Gewerkschaft Verdi einigten sich am Donnerstagabend auf einen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 18 Monaten. Er sieht für die rund 20.000 Beschäftigten Gehaltssteigerungen von mindestens 325 Euro plus einer weiteren Erhöhung um 2,5 Prozent vor, wie beide Seiten berichteten.

Laut Verdi ergeben sich daraus für einzelne Beschäftigte am Check-In Gehaltssteigerungen zwischen 13,6 und 18,4 Prozent. Lufthansa sprach sogar von Steigerungen um 19,2 Prozent in der untersten Gehaltsstufe.

Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle lobte das Ergebnis, das auch nicht vom Lufthansa-Gewinn abhängig gemacht worden sei. Sie sagte: „Das Ergebnis beinhaltet einen Inflationsausgleich und zusätzlich eine Reallohnerhöhung. Es war uns wichtig, diesen echten Ausgleich zu erreichen, um die Beschäftigten in dieser wirtschaftlich schwierigen Situation abzusichern.“

"Sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber“

Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann zeigte sich zuversichtlich, nun auch mit den Piloten zu einem Abschluss kommen zu können. Über den Abschluss für das Bodenpersonal sagte er: „Es war uns wichtig, die unteren und mittleren Einkommensgruppen überproportional zu berücksichtigen. Damit werden wir der sozialen Verantwortung für unsere Beschäftigten gerecht und sichern unsere Attraktivität als Arbeitgeber.“

Den Gesprächen war am Mittwoch vergangener Woche ein flächendeckender Warnstreik vorausgegangen, der nahezu den kompletten Flugplan der Lufthansa lahmgelegt hatte. Die Lufthansa kostete er rund 35 Millionen Euro, wie Finanzvorstand Remco Steenbergen erklärte. Für den Fall einer Nicht-Einigung hatte die Verdi-Verhandlungsführerin bereits mit weiteren Arbeitskampfmaßnahmen zur Hauptreisezeit gedroht.

Die Gewerkschaft hatte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten durchgehend Gehaltssteigerungen von 9,5 Prozent verlangt, mindestens aber 350 Euro im Monat. Die nun bedingungslos gezahlte Erhöhung im Juli 2023 wollte der Konzern ursprünglich vom Gewinn abhängig machen. Diese Koppelung hat Verdi erfolgreich abgewehrt. Das Unternehmen hatte am Morgen erklärt, sich bereits im laufenden Jahr wieder einen operativen Gewinn von 500 Millionen Euro zuzutrauen.

Anzeige:

Empfehlungen unserer Partner

Politik & Wirtschaftsnews, Service und Interviews finden Sie hier in der Videoplaylist

Playlist: 30 Videos

Spannende Dokus und mehr

Sie lieben spannende Dokumentationen und Hintergrund-Reportagen? Dann sind Sie bei RTL+ genau richtig: Ob zu Angela Merkel , zu Corona oder zu den Hintergründen zum Anschlag vom Breitscheidplatz – bei RTL+ finden Sie die richtige Reportage für Sie.