Mobbing stoppen und Medienkompetenz fördernOlaf Lies: „In die Grundschule gehört kein Handy!” 

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Olaf Lies (SPD) beim Sommerinterview mit RTL Nord
RTL Nord
von Alexander Gurgel

Handyverbot als Prävention?
Mit einem klaren Verbot in der Grundschule will Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) Mobbing eindämmen, Unterrichtsqualität sichern und früh Demokratiekompetenz fördern. Im RTL Nord-Sommerinterview spricht der Sozialdemokrat mit Reporter Alexander Gurgel außerdem über Sicherheit und die große VW-Zitterpartie.

Handyverbot allein reicht nicht

„In die Grundschule gehört kein Handy, weil das ist erstens nicht notwendig und zweitens sehen wir auch, was dadurch passiert, dass Kinder und Schülerinnen und Schüler gemobbt werden“, erklärt Niedersachsens Ministerpräsident. In der Schule müssten die Regeln geschaffen werden, so Lies.

Er macht deutlich, dass Verbote nur der erste Schritt sein dürfen. Wichtig sei auch, Medienkompetenz systematisch zu lehren. „Und das Zweite ist, was man vermitteln muss. Also Medienkompetenz im Sinne zu verstehen, zu hinterfragen. Und da ist Schule ein wichtiger Ort. Da müssen wir besser werden.“ Als Beispiel nannte er die Tabletklassen, in denen digitale Arbeit und kritisches Hinterfragen gefördert werden sollen.

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Demokratiebildung von Anfang an

Der Ministerpräsident sieht Schulen als zentralen Ort für Demokratieerziehung. Kinder sollten früh erfahren, „was es heißt, mitentscheiden zu können, mitgestalten zu können.“ Lies betont die Bedeutung kommunaler Politik als Praxisfeld: „Wir haben Kommunalwahl. Das ist sozusagen das Herz der Demokratie, das dort schlägt, weil man sicher sein kann, sofort zu merken, welche Entwicklung dort beschlossen werden.“

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Digitalabgabe für die klassischen Medien?

Auch Lies sieht die Notwendigkeit, die klassischen Medien zu stärken: „Ich bin zutiefst überzeugt, wenn wir das nicht mehr hätten, was wir haben, Fernsehen, Radio, Zeitungen, wo wir sehen, wer recherchiert und immer mehr Menschen nur dem glauben, was bewusst verbreitet wird im Internet, dann gefährden wir auch ein Stück die Grundlage unserer Demokratie.“ In Berlin werde über mögliche Maßnahmen diskutiert, etwa eine Digitalabgabe, „wie kann es sein, dass die Inhalte in digitalen Medien, in sozialen Medien genutzt werden, aber die, die den Ursprung haben, gar nichts dafür bekommen?“

Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche