RTL/ntv-Trendbarometer

Söder vs. Laschet: Kräftemessen geht weiter - Laschet stürzt ab

20. Mai 2021 - 10:25 Uhr

Söder hat Rückhalt der Bayern, Laschet keinen im eigenen Land

Vier Wochen nach der Entscheidung über die CDU-CSU-Kanzlerkandidatur ist das Kräftemessen zwischen Armin Laschet und Markus Söder immer noch nicht vorüber. Söder kann sich auf den Rückhalt der Bayern stützen, während Laschet in NRW bei weitem nicht so gut gelitten ist. Das zeigt das aktuelle Trendbarometer von RTL und ntv.

Deutlich mehr Rückhalt für Söder als für Laschet

CSU-Chef Markus Söder hat in seinem Heimatland breite Unterstützung, während die Arbeit des CDU-Vorsitzenden in Nordrhein-Westfalen mehrheitlich negativ bewertet wird. 69 Prozent der Bayern sind mit der Arbeit ihres Ministerpräsidenten Söder zufrieden, 30 Prozent sind unzufrieden.

63 Prozent der NRW-Bürger sind mit der Arbeit ihres Ministerpräsidenten Laschet unzufrieden, nur 31 Prozent sind zufrieden. In NRW wird die Arbeit der Landesregierung mit 35 Prozent Zustimmung etwas positiver bewertet als die des Regierungschefs, in Bayern ist die Zustimmung zur Landesregierung mit 64 Prozent fünf Prozentpunkte schlechter als die zum Ministerpräsidenten.

Umfrage vor Bundestagswahl: Grüne liegen weiter vor der Union

Grundsätzlich gibt es im RTL/ntv-Trendbarometer aktuell kaum Bewegung. Die Grünen verlieren gegenüber der Vorwoche einen Prozentpunkt, die sonstigen kleineren Parteien können um einen Prozentpunkt zulegen. Für alle anderen Parteien ändert sich nichts. Damit bleiben die Grünen stärkste politische Kraft und liegen noch zwei Prozentpunkte vor den Unionsparteien sowie elf Prozentpunkte vor der SPD.

Bei einer Bundestagswahl könnten die Parteien derzeit mit folgendem Ergebnis rechnen:

RTL.de empfiehlt

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  • CDU/CSU 24 Prozent (Bundestagswahl 2017 32,9 Prozent),
  • SPD 15 Prozent (20,5 Prozent),
  • FDP 11 Prozent (10,7 Prozent),
  • Grüne 26 Prozent (8,9 Prozent),
  • Linke 6 Prozent (9,2 Prozent),
  • AfD 10 Prozent (12,6 Prozent).
  • 8 Prozent würden sich für eine der sonstigen Parteien entscheiden (5,2 Prozent).
  • Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen entspricht mit 24 Prozent dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8 Prozent).

RTL-Politik-Chef Nikolaus Blome: "Es gibt eine klare Wechselstimmung"

Kanzlerwahl: Baerbock liegt bei den Wählern deutlich vorn

Wen würden die Deutschen zur Kanzlerin oder zum Kanzler wählen, wenn eine solche Direktwahl möglich wäre? Am stärksten würde derzeit nach wie vor Annalena Baerbock, Kanzlerkandidatin der Grünen, abschneiden: 30 Prozent würde sich für sie entscheiden, das ist ein Prozentpunkt weniger als in der Woche zuvor.

Ihre Gegenkandidaten gewinnen beide jeweils einen Prozentpunkt. Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet kommt auf 18, SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz auf 13 Prozent. 39 Prozent würden keinem der drei ihre Stimme geben.

CSU in Bayern stärker als die Grünen - Grüne in NRW vor der CDU

Bundesweit würden die Unionsparteien derzeit bei einer Bundestagswahl 24 Prozent der gültigen Stimmen erreichen - aber wie ist die politische Stimmung in den beiden bevölkerungsreichsten Bundesländern?

In Nordrhein-Westfalen, dem Heimatland des Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet, könnte die CDU ebenfalls mit 24 Prozent rechnen, das sind 8,6 Prozentpunkte weniger als bei der Bundestagswahl 2017. Die CSU käme in Bayern auf 32 Prozent, ein Minus von 6,8 Prozentpunkten.

Bei einer Landtagswahl würde die CDU in NRW mit 25 Prozent kaum besser abschneiden als bei einer Bundestagswahl. Wenn jetzt in Bayern Landtagswahl wäre, könnte die CSU mit 38 Prozent rechnen, sechs Prozentpunkte mehr als bei einer Bundestagswahl.

In NRW würde die CDU sowohl bei einer Bundes- als auch bei einer Landtagswahl hinter den Grünen landen. In Bayern würde die CSU stärkste politische Kraft bleiben - bei einer Bundestagswahl mit einem Vorsprung von sechs Prozentpunkten, bei einer Landtagswahl mit einem Vorsprung von 16 Prozentpunkten vor den Grünen.

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