Das müssen Urlauber auf der Baleareninsel jetzt wissen

Mallorca wird zum Hochinzidenzgebiet - Corona-Entscheidung gilt für ganz Spanien und Niederlande

Strand von Paquera auf Mallorca, Spanien, im zweiten Jahr der Corona-PandemieMallorca-
Strand von Paquera auf Mallorca, Spanien, im zweiten Jahr der Corona-PandemieMallorca-
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24. Juli 2021 - 11:54 Uhr

Immer mehr Corona-Fälle auf Mallorca

Mallorca-Urlaubern droht Quarantäne: Die Baleareninsel und ganz Spanien gelten ab kommenden Dienstag als Hochinzidenzgebiet. Das hat die Bundesregierung bekannt gegeben. Urlaubsrückkehrer ohne Impf- oder Genesenennachweis müssen damit für zehn Tage in Quarantäne – können sich aber fünf Tage nach ihrer Einreise mit einem negativen PCR-Test "freitesten". Auch die Niederlande gelten jetzt als Hochinzidenzgebiet.

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Wann wird ein Land oder eine Region zum Hochinzidenzgebiet erklärt?

Spaniens Nachbarland Portugal galt bereits zuvor als Hochinzidenzgebiet. Zum Vergleich: Dort liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 222,4 (siehe Grafik). Das Robert Koch-Institut schreibt auf seiner Internetseite, dass die Einstufung als Hochinzidenzgebiet auf der Basis einer zweistufigen Bewertung vorgenommen wird.

"Zunächst wird festgestellt, in welchen Staaten/Regionen es in den letzten sieben Tagen mehr als 200 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gab", gibt das RKI an. Das wäre sowohl für Spanien, als auch für Mallorca aktuell bereits der Fall. Im zweiten Schritt prüfen die Experten dann anhand "weiterer qualitativer und quantitativer Kriterien", ob dort tatsächlich ein erhöhtes Infektionsrisiko vorliegt.

Eine Liste der Länder, die aktuell keine Risikogebiete sind, finden Sie hier.

Droht Mallorca noch die Einstufung als Virusvariantengebiet?

Theoretisch droht Mallorca sogar die Einstufung als Virus-Variantengebiet, wenn sich die Delta-Variante dort weiter ausbreiten sollte. Das ist auch Portugal schon passiert, bevor das Risiko dort wieder herabgestuft wurde.

Allerdings macht die Deltavariante inzwischen auch in Deutschland einen großen Teil der Neuinfektionen aus, darum wird das immer unwahrscheinlicher. Das RKI erklärt: "Maßgeblich für die Einstufung eines Staates im Ausland als besonderes Risikogebiet aufgrund des Auftretens einer Virusvariante (Virusvariantengebiet) ist die Verbreitung einer Virusvariante (Mutation), welche nicht zugleich im Inland verbreitet auftritt und von welcher anzunehmen ist, dass von dieser ein besonderes Risiko ausgeht".

Corona-Alarm auf Malle: Wird die Insel bald Virusvariantengebiet?

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Hochinzidenzgebiet: Was wird jetzt anders für Urlauber?

Nun, da Mallorca ab Dienstag zum Hochinzidenzgebiet ernannt wurde, müssen Urlauber bei der Ankunft in Deutschland für zehn Tage in Quarantäne gehen. Nach fünf Tagen besteht dann erst die Möglichkeit, sich freizutesten. Nur wer eine vollständige Impfung oder die Genesung nachweisen kann, muss sich nicht isolieren.

Bei einer Einstufung als Virusvariantengebiet hieß es bislang, dass sogar alle Rückkehrer 14 Tage lang in Quarantäne müssen. Ein Verkürzen der Quarantäne durch den Nachweis eines negativen Tests, einer Impfung oder Genesung war bislang nicht möglich. Das Kabinett beschloss nun eine Neuerung: Vollständig Geimpfte, die aus Virusvariantengebieten einreisen, können künftig ihre Quarantäne vorzeitig beenden, wenn nachweisbar ist, dass ihr Impfschutz gegen die Virusvariante im bereisten Gebiet wirksam ist. Das ist gemäß der neuen Verordnung dann der Fall, wenn das Robert Koch-Institut (RKI) die Wirksamkeit gegen die Virusvariante festgestellt und auf seiner Internetseite bekannt gegeben hat. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums will das RKI demnächst auf seiner Webseite eine Liste mit der Wirksamkeit der Impfstoffe im Zusammenhang mit Virusvarianten veröffentlichen. Einreisende weisen ihren Status nach, indem sie ihren Impfnachweis an das zuständige Gesundheitsamt übermitteln.

Was Urlauber sonst noch beachten müssen, haben wir hier für Sie zusammen gefasst.

Party-Bremse auf Mallorca

Auf Mallorca hatten sich Hunderte Schüler auf Abifahren gegenseitig mit dem Coronavirus infiziert. inzwischen verschärfte die Insel die Coronaregeln wieder etwas. Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22:00 Uhr bis 6:00 Uhr geschlossen werden. (dpa, jgr, swi)