Wegen hoher Corona-Zahlen

Party-Bremse und Co.: Welche verschärften Regeln ab sofort auf Mallorca gelten

Polizisten zwischen Feiernden an der Playa de Palma auf Mallorca
Polizisten zwischen Feiernden an der Playa de Palma auf Mallorca
© imago images/Chris Emil Janßen, Chris Emil Janssen via www.imago-images.de, www.imago-images.de

22. Juli 2021 - 12:03 Uhr

Mallorca macht nachts wieder dicht

Die beliebte Urlaubsinsel Mallorca schränkt den Party-Tourismus wegen stark gestiegener Corona-Zahlen wieder ein: Um Partys und Trinkgelage vor allem junger Leute unter freiem Himmel zu bekämpfen, sollen Strände und Parks künftig von 22 bis 6 Uhr geschlossen werden. Wie die "Mallorca Zeitung" diese Woche berichtete, muss die Justiz den Plänen noch zustimmen. Einige verschärfte Einschränkungen gelten aber schon ab sofort. Was genau bedeutet das für Urlauber?

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"Partyverbot" auf Mallorca steht in den Startlöchern

Auch wenn es DIE Party-Insel schlechthin ist: Die Behörden von Mallorca wollen versuchen – aufgrund der immer höher werdenden Corona-Zahlen und der grassierenden Delta-Variante – die feierwütigen Gäste im Zaum halten. Restaurants, Gaststätten, Bars und Co. müssen so wohl ab sofort verschärfte Regeln einhalten und früher schließen. Anstatt bis 2 Uhr dürfen sie nur noch bis 1 Uhr öffnen. Auch im Innenbereich der Gastros dürfen keine größeren Gruppen, die größer sind als vier Leute, gemeinsam am Tisch sitzen, im Außenbereich maximal acht.

Von 1 Uhr bis 6 Uhr morgens dürfen sich der "Mallorca Zeitung" zufolge bald nur noch Personen treffen, die im selben Haushalt leben. Gemeinsam eingecheckte Hotel- oder Fincagäste sollen dabei als ein Haushalt gelten. Jegliche Versammlungen von Personen unterschiedlicher Haushalte sowohl im Freien als auch in den Innenräume sollen somit verboten werden.

Es gilt zudem die Empfehlung, die Maske immer dann zu tragen, wenn der Mindestabstand von 1,50 Meter nicht eingehalten werden kann. Das gilt sowohl im Freien als auch in öffentlichen Räumen, wie zum Beispiel am Strand. Und apropos Strand: Auch hier wird der Zugang erneut eingeschränkt. Zwischen 22.00 Uhr und 6 Uhr morgens darf er vermutlich bald nicht mehr betreten werden. Im Freien muss vorerst aber keine Mund-Nasen-Schutz-Maske getragen werden.

Alle, die sich den Regeln widersetzen, müssen sich auf Bußgeld einstellen

Playa de Palma auf Mallorca im zweiten Jahr der Corona-Pandemie Hochsaison Sommer 2021 -Playa de Palma auf Mallorca im zweiten Jahr der Corona-Pandemie Hochsaison Sommer 2021 -, Mallorca Balearische Inseln Spanien Playa de Palma *** Playa de Palma in
Auf Mallorca könnte es schon bald zu verschärften Regeln kommen.
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Sollten manche Personen dennoch auf die Idee kommen, Partys und Trinkgelage zu veranstalten, drohen künftig saftige Bußgelder in Höhe von 1.000 Euro. Wenn ein Partygast mit seiner Teilnahme gegen eine Quarantäne verstößt, soll sich das Bußgeld auf 2.000 Euro erhöhen. Wenn der Teilnehmer positiv auf Corona getestet wurde, werden sogar 5.000 Euro fällig. Den Organisatoren illegaler Parties drohen Strafen von bis zu 100.000 Euro.

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Balearen: Sieben-Tage-Inzidenz klettert auf 335

Die Corona-Zahlen sind auf den Balearen, zu denen außer Mallorca auch die Inseln Menorca, Ibiza und Formentera gehören, wie in ganz Spanien stark angestiegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf den Balearen liegt mittlerweile bei 335,20, Spanien befindet sich bei einem Wert von etwa 327,50 (Stand: 20.07.2021). Vor allem viele junge Leute infizieren sich derzeit mit Sars-CoV-2 und auch die Delta-Variante, die deutlich ansteckender ist, als die ursprüngliche Virus-Form, bereitet den Menschen aktuell viel Sorge.

Wenn die Inzidenz weiter steigt und über einen längeren Zeitraum bei einem Wert von 200 liegt, könnte es sogar sein, dass das beliebte Urlaubsland Spanien – inklusive Balearen, Kanaren und Co. – zum Hochinzidenzgebiet erklärt wird. Was das bedeuten würde? Urlauber würden sich dann bei der Rückreise fünf Tage in Quarantäne begeben müssen, außer sie sind geimpft oder genesen. Danach muss ein negativer Test vorliegen. (dpa/vdü/swi)

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