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"Sehr bedrückende Gefühle" - Außenministerin Baerbock zeigt sich in der Ost-Ukraine tief bewegt

"Sehr bedrückenden Bilder" und "sehr bedrückende Gefühle

Außenministerin Baerbock zeigt sich in der Ost-Ukraine tief bewegt

Baerbock zeigt sich in der Ost-Ukraine tief bewegt Erste Reise ins Kriegsgebiet
02:14 min
Erste Reise ins Kriegsgebiet
Baerbock zeigt sich in der Ost-Ukraine tief bewegt

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Baerbocks erste Reise ins Kriegsgebiet

Es ist die erste echte Krisenreise der neuen deutschen Außenministerin und die hat es in sich. Nach einem Besuch in Kiew geht es in die Ost-Ukraine – an die Front. Und dort muss Baerbock feststellen, wie sehr sich die Kriegsrealität von der deutschen Realität unterscheidet. Trotzdem bleibt sie bei ihrem Kurs – die Ukraine-Krise könne nur diplomatisch gelöst werden

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„Kinderspielzeug liegt noch am Wegesrand"

Es sind starke Bilder, die von der Ost-Ukraine aus nach Deutschland gehen. Außenministerin Annalena Baerbock stapft durch den Schlamm von Schyrokyne, einer Stadt an der Grenze zur Halbinsel Krim, die Russland 2014 besetzt hat.

Und sie ist sichtlich erschüttert als sie die vom Krieg zerstörten Häuser sieht. „Kinderspielzeug liegt noch am Wegesrand, Häuser sind zerstört (…) Man spürt, was vor Jahren passiert ist, dass Menschen von einem Tag auf den anderen alles verloren haben, was sie hatten", sagt Baerbock nach ihrem Besuch. Der Ort sei "ein Zeugnis dessen, dass wir mitten in Europa Krieg haben". Die "sehr bedrückenden Bilder" lösten "sehr bedrückende Gefühle" aus, gerade weil Schyrokyne vor Jahren mal ein Badeort war, der jährlich tausende Besucher zum Urlaub eingeladen hatte.

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Außenministerin, blickt auf ein Kinderspielzeug, das im Schnee liegengeblieben ist.
Außenministerin, blickt auf ein Kinderspielzeug, das im Schnee liegengeblieben ist.
deutsche presse agentur

Baerbock mit höchster Sicherheitsstufe unterwegs

Wie akut die Lage aber immer noch ist, zeigen die Sicherheitsvorkehrungen, die zum Schutz der Ministerin getroffen wurden. „Wir haben extra einen sicheren Weg für Sie ausgesucht“, sagt ein ukrainischer Soldat zu Beginn von Baerbocks Besuch.

Auch die Schutzausrüstung und die Begleitfahrzeuge des ukrainischen Militärs zeigen, wie hoch die Sicherheitsstufe ist. Es ist das erste Mal, dass man die neue Außenministerin mit schusssicherer Weste und Helm – beides im Militär-Look – sieht.

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Baerbock macht vor diesem Hintergrund deutlich, wie angespannt die Lage vor Ort ist. „Ich bin ja hier mit Schutz vor Ort. Aber Menschen leben hier jeden Tag und zwar nicht, indem sie mit gepanzerten Fahrzeugen durch die Straßen fahren. (...) Dieses Gefühl, dass man tagtäglich dem Risiko ausgesetzt ist, von einem Scharfschützen doch erwischt zu werden."

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Baerbock betont: Keine Waffen an die Ukraine

Doch Baerbock schickt nicht nur starke Bilder in die Heimat, sie hat auch eine Nachricht. Die unterscheidet sich allerdings nicht von der, die sie auch in den vergangenen Wochen verkündet hatte. Eine Lösung für den Konflikt könne es nur durch Verhandlungen geben und nicht durch Krieg. Das schließe auch Waffenlieferungen an die Ukraine aus.

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Wie die Hilfe Deutschlands stattdessen aussehen könnte, zeigt Baerbocks weiterer Reiseplan in der Ukraine. Im Anschluss an ihren Frontbesuch will sie unter anderem ein Militärkrankenhaus besuchen, das mit deutscher Hilfe auf den neuesten Stand der Medizintechnik gebracht wurde und das vor allem Verwundete von der Ost-Ukraine-Front versorgt. Außerdem wird Baerbock verschiedene Projekte besuchen, die ebenfalls von der Bundesregierung finanziell unterstützt werden.

(sst)

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