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Schlaganfall-Symptome erkennen: FAST-Test hilft bei der Diagnose

Bei einem Schlaganfall zählt jede Minute

Wie Sie mit dem FAST-Test Schlaganfall-Symptome erkennen

So erkennt man einen Schlaganfall FAST-Test
00:57 min
FAST-Test
So erkennt man einen Schlaganfall

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"Ich hatte Glück im Unglück!" Das sagt Influencerin Tamara Schenk (32), die sich nach einem Schlaganfall vor einem halben Jahr mühsam zurück ins Leben kämpft. Auch Unternehmerin Sarah Kern erlitt einen „Mini-Schlaganfall“, erholt sich derzeit im Krankenhaus. Beide hatten großes Glück, weil Freunde und Kollegen schnell reagierten und den Notarzt riefen. Denn: Bei der Behandlung eines Schlaganfalls zählt jede Minute, doch nicht immer ist er sofort als solcher zu erkennen. Mit dem sogenannten FAST-Test finden Sie schnell heraus, ob jemand einen Schlaganfall hatte. Im Video zeigen wir Ihnen, wie der Test funktioniert.

So funktioniert der FAST-Test:

Die Abkürzung FAST steht für die vier Begriffe Face (Englisch für Gesicht), Arms (Arme), Speech (Sprache) und Time (Zeit).

Face (Gesicht): Bitten Sie die betroffene Person zu lächeln. Wenn Sie merken, dass es ihr sichtlich schwer fällt oder ihre Gesichtszüge sich verschieben und die Mundwinkel herunterhängen, rufen Sie unbedingt sofort die 112 an!

Arms (Arme): Bitten Sie die betroffene Person, gleichzeitig beide Arme anzuheben und gerade vom Körper weg zu strecken. Gelingt das nicht, sollten Sie auch sofort die 112 anrufen.

Speech (Sprache): Lassen Sie die betroffene Person einen einfachen Satz nachsprechen. Zum Beispiel: „Ich trinke jetzt einen Kaffee.“ Schlaganfall-Patienten geben häufig nur ein unverständliches Kauderwelsch von sich, brechen selbst bei kurzen Sätzen mittendrin plötzlich ab oder werden sehr undeutlich. Auch das gilt als sicheres Zeichen für einen Schlaganfall.

Time (Zeit): Jede Minute zählt. Wenn nur eine dieser einfachen Übungen länger als fünf Sekunden dauert, verständigen Sie sofort die Notfallnummer 112. Diese Nummer gilt europaweit! Bei einem Anruf in den Feuerwehr-Leitstellen wird mit wenigen präzisen Fragen der Schlaganfallverdacht geklärt. Sollte der Rettungswagen doch einmal umsonst kommen, müssen Sie keine Konsequenzen fürchten. Lieber einmal zu oft angerufen als einmal zu wenig.

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Was tun, bis die Rettungskräfte da sind?

Im Schnitt sind die Rettungskräfte in neun Minuten vor Ort. Bis dahin sollten Sie dem Betroffenen auf keinen Fall etwas zu essen oder trinken geben. Durch die Lähmungserscheinungen könnte es zu Schluckbeschwerden kommen, die Nahrung läuft durch die Atemwege in die Lunge und kann eine schwere Lungenentzündung zur Folge haben.

  • Lassen Sie die betroffene Person in dieser Phase auf gar keinen Fall alleine!
  • Lockern sie gegebenenfalls ihre Kleidung und sorgen Sie für eine erhöhte Position des Oberkörpers, zum Beispiel indem Sie ihr ein Kissen in den Rücken legen.
  • Leidet die betroffene Person an Erbrechen oder wird sogar bewusstlos, bringen Sie sie in die stabile Seitenlage.
  • Sollte der Extremfall auftreten und kein Puls oder keine Atmung mehr feststellbar sein, beginnen Sie unverzüglich mit Wiederbelebungsmaßnahmen.

Der eintreffenden Notarzt wird außerdem nach folgenden Informationen fragen: Welche Symptome sind aufgetreten? Welche Medikamente nimmt der Patient regelmäßig? Was ist die genaue Uhrzeit des Auftretens der ersten Symptome?

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Bei einem Schlaganfall ist schnelles Handeln ist wichtig, denn die ersten Stunden entscheiden darüber, mit welchen Folgeschäden Betroffene unter Umständen leben müssen. Erhalten Betroffene nicht schnell genug Hilfe, sinkt die Chance rapide, alles ohne geistige und körperliche Folgeschäden zu überstehen. Umgekehrt kann ein schnelles Eingreifen und eine umgehende ärztliche Versorgung langfristigen Schäden vorbeugen.

Rufen Sie also im Zweifel einmal zu viel den Notarzt als zu lange zu zögern.

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